Der Sparfuchs hat die Kosten immer im Blick

Alters­vorsorge mit Fonds Test

Der Sparfuchs weiß, wo er seine Geld­anlagen am güns­tigsten bekommt. Er hat eine ausreichende Reserve auf dem Tages­geld­konto, diverse andere Geld­anlagen und einen Riester-Bank­sparplan. Nun will er seine Alters­vorsorge auf ein weiteres Bein stellen.

Start: mit 37 Jahren
Lauf­zeit: 30 Jahre
Monats­beitrag: 100 Euro
Einkommensteu­ersatz: 35 Prozent
Steuerfrei­betrag: 400 Euro

Anlageidee. Der Sparfuchs kauft seine Fonds beim Vermittler übers Internet ohne Ausgabe­aufschlag. Das Depot ist kostenlos. Für den Vergleich mit der Police geht er davon aus, dass die Fonds im Schnitt um 6 Prozent pro Jahr zulegen und er seine anfangs getroffene Auswahl die ganze Zeit behält.

Vergleich. In den ersten 23 Jahren fährt der Sparfuchs mit dem Sparplan besser. Nicht immer ist der Sparplan aber auch am Ende besser. Mit unseren Testsiegern aus Heft 08/2011, Interrisk und Hanno­versche Leben, schneidet er nach Abzug der Steuern besser ab (siehe „Fondsgebundene Rentenversicherungen“). Bei der Interrisk hat er rund 3 500 Euro mehr als beim Fonds­sparplan. Mit der teuren Police der Skandia hätte er dagegen rund 7 500 Euro weniger.

Alternativ­rechnung. 6 Prozent pro Jahr ist vorsichtig gerechnet. Unsere Lang­frist­analyse der Aktienmärkte ergibt eine Rendite zwischen 8 und 10 Prozent. Deshalb rechnet der Sparfuchs den Vergleich noch mit 9 Prozent pro Jahr. Wieder kippt das Ergebnis nach 23 Jahren zugunsten der Police. Mit der Interrisk würde der Sparfuchs rund 12 000 Euro mehr erzielen als mit dem Sparplan, mit der Skandia aber immer noch 10 000 Euro weniger.

Fazit: Der Sparfuchs bleibt skeptisch. Er schließt ungern Verträge ab, mit denen er sich auf Jahr­zehnte bindet. Wenn, dann würde er eine kleinere Rate wählen. So würde er die Gefahr verringern, vorzeitig kündigen zu müssen. Dazu könnte er in einen Fonds­sparplan einzahlen und flexibel bleiben.

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