Der Einsteiger kauft zum ersten Mal Fonds

Alters­vorsorge mit Fonds Test

Der Einsteiger hat erst einmal sein Leben genossen. Studium, Reisen, erste Berufs­jahre. Jetzt will er fürs Alter sparen. Eine betriebliche Alters­vorsorge und einen Riester-Vertrag hat er schon, etwas Tages­geld ebenfalls.

Start: mit 37 Jahren
Lauf­zeit: 30 Jahre
Monats­beitrag: 100 Euro
Steu­ersatz: 35 Prozent
Steuerfrei­betrag: 750 Euro

Anlageidee. Der Einsteiger geht am liebsten zum Berater. Der hat ihm einen Fonds­sparplan vorgeschlagen. Für die Anteile soll der Kunde 2,5 Prozent Ausgabe­aufschlag zahlen. Das Depot kostet 20 Euro im Jahr. Alternativ bietet der Berater ihm Fonds­policen an, die seien steuerlich besser.

Vergleich. Für den Vergleich haben wir angenommen, dass der Einsteiger mithilfe seines Beraters sein Depot alle drei Jahre checkt und schlechte Fonds in gute tauscht. Wir rechnen mit Umschichtungen von je 20 Prozent. In den letzten fünf Jahren tauscht der Anleger seine Erspar­nisse in fünf Tranchen in Rentenfonds. Sein Depot bringt durch­schnitt­lich 6 Prozent pro Jahr. Da der Einsteiger Wert auf Beratung legt, kommen Billigtarife, die er entweder nur online oder am Telefon abschließen kann, nicht infrage. Wir haben sie daher nicht berück­sichtigt. Der Sparplan würde ihm am Ende rund 77 000 Euro bringen, die Fonds­police der Skandia etwa 1 400 Euro weniger. Mit der Police der Condor läge er rund 3 000 Euro über dem Fonds­sparplan. Bei dem Tarif 778 Comfort F handelt es sich aber um eine spezielle Variante, bei der die Abschluss­kosten über die Lauf­zeit verteilt werden. Beim üblichen Tarif dagegen werden sie zu Anfang kassiert. Hier­mit läge der Einsteiger in etwa mit dem Sparplan gleich auf.

Fazit: Dem Einsteiger ist das mögliche kleine Plus am Ende der langen Lauf­zeit zu unsicher. Er will flexibel bleiben und entscheidet sich für den Fonds­sparplan.

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