Aktienfonds bieten die besten Chancen auf hohe Gewinne, allerdings sind sie riskant. Finanztest zeigt, wie Anleger ihr Depot vor Verlusten schützen können.

Die Lücke wird größer, das ist ­bekannt. Deshalb legen immer mehr Deutsche immer mehr Geld für die Rente auf die Seite.

Privat hat sich die Mehrheit der Deutschen für eine Kapital bildende Le­bensversicherung entschieden. Hinzu kommen Banksparverträge, Sparbriefe, Bundeswertpapiere und andere sichere Anlagen.

Clever, aber im Hintertreffen

Altersvorsorge mit Fonds Test

Aktienfonds stehen in dieser Liste noch hintenan. Erst schätzungsweise 10 Prozent der Deutschen haben diese Variante des Vermögensaufbaus für sich entdeckt. Dabei versprechen Aktienfonds die mit Abstand beste Rendite der aufgezählten Formen der Geldanlage. Im Schnitt können Anleger damit zwischen 9 und 10 Prozent pro Jahr verdienen.

Aber Aktienfonds sind riskant. Und das nicht erst, seit die Spekulationsblase an den Börsen platzte. Die Wahrscheinlichkeit, mit einem Fondssparplan, der 15 Jahre läuft, Geld zu verlieren, liegt bei über 6 Prozent.

Finanztest zeigt verschiedene Wege, wie Anleger solche Verluste vermeiden und möglichst viel aus ihrer Fondsanlage herausholen können.

Der Anlagemarkt

Wichtig ist die Auswahl der Fonds. Die Fonds sollten nicht nur in einem Land anlegen, weil sie dadurch anfälliger werden für mögliche Einbrüche. Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich entweder internationale oder europäische Aktienfonds.

Anleger sollten nur solche Fonds ­wählen, die in der Finanztest-Bewertung „stark überdurchschnittlich“ oder „überdurchschnittlich“ abschneiden.

Das Einstiegsalter

Anleger beginnen am besten früh mit den Einzahlungen. Bis zur Rente sollten mindestens noch zehn Jahre Zeit sein. Achtung: Nur wer sein Geld nicht zu ­einem bestimmten Stichtag braucht, kann mögliche Verluste aussitzen.

Die Strategie

Natürlich kann man einen Aktienfonds einfach laufen lassen. Wenn alles gut geht, gibt es so die besten Renditen. Allerdings ist so auch das Risiko am größten. Anleger, die ihre Fondssparpläne regelmäßig kontrollieren, tragen dieses Risiko nicht. Sie können die Verlustgefahr verringern, indem sie umschichten.

Die Wunschrendite

Wer sich die Mühe macht, seinen Sparplan regelmäßig zu überprüfen, muss sich nicht damit begnügen, Verluste zu vermeiden. Nicht verlieren ist schließlich kein Anlageziel.

Mit der richtigen Strategie kann der Anleger sich vielmehr seine Wunsch­rendite sichern. Sechs Prozent? Kein Problem! Allerdings sinken damit die Chancen auf höhere Renditen.

Das Steuerproblem

Wer viel spart, hat seinen Sparerfreibetrag schnell ausgeschöpft. Sämtliche Zinsen und Dividenden, die er darüber hinaus bekommt, muss er mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern.

Das ärgert vor allem die Gutverdiener. Sie können unsere Strategien auch mit fondsgebundenen Versicherungen umsetzen, denn die Erträge aus diesen Verträgen sind nach zwölf Jahren steuerfrei.

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