Aktienfonds bieten die besten Chancen auf hohe Gewinne. Im Schnitt können Anleger mit ihnen jährliche Renditen zwischen 9 und 10 Prozent erzielen. Die Kehrseite: Aktienfonds sind riskant. Im Unterschied zu Banksparplänen oder Bundeswertpapieren sind auch Verluste möglich. Allerdings gibt es Strategien, mit denen sich das Depot gut absichern lässt. Dann eignen sich Aktienfonds auch für die Altersvorsorge. Finanztest sagt, welche Aktienfonds Anleger auswählen sollten und was sie tun können, um das Verlustrisiko so gering wie möglich zu halten.

Die aktuelle Wertentwicklung und Finanztest-Bewertungszahl finden Sie im Produktfinder Investmentfonds.

Risiko streuen

Schon mit der Auswahl des Aktienfonds beeinflussen Anleger das Risiko. Fonds, die auf mehreren Märkten investieren, sind nicht so anfällig für mögliche Einbrüche. Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich daher besonders europäische oder internationale Aktienfonds. Zudem sollten sich Anleger auf die Fonds konzentrieren, die in der Finanztest Fondsbewertung mit „stark überdurchschnittlich“ oder „überdurchschnittlich“ abschneiden.

Lange Laufzeiten

Aktienfonds eignen sich nur für Anleger, die langfristig investieren wollen. Denn je länger der Fondssparplan läuft, desto geringer ist die Verlustwahrscheinlichkeit. Anleger sollten mindestens noch zehn Jahre Zeit haben bis zur Rente. Außerdem wichtig: Nur wer das Geld nicht zu einem bestimmten Stichtag benötigt, kann mögliche Verluste aussitzen.

Regelmäßig kontrollieren

Auch die regelmäßige Kontrolle des Fondssparplans - am besten einmal im Monat - begrenzt mögliche Verluste. Denn bis zu einer kritischen Verlusthöhe können Anleger ihr Vermögen in eine sichere Zinsanlage umschichten. Um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, sollten sie bereits umschichten, wenn das Vermögen um 5 bis 10 Prozent über diesem Grenzwert liegt. Die Höhe des Puffers ist abhängig vom Restrisiko, dass der Anleger eingehen will. Die nachfolgenden Raten zahlt er weiter in einen Aktienfonds ein.

Gewinne sichern

Neben der Verlustbegrenzung haben Anleger auch Einfluss auf ihre Wunschrendite. Diese sollte allerdings in einer realistischen Spanne liegen: Für ungesicherte Sparpläne mit einer Laufzeit von zehn Jahren sind dies beispielsweise zwischen 8,3 und 10,8 Prozent. Aus Wunschrendite und eingesetztem Kapital können Anleger ihr Zielvermögen errechnen. Das müssen sie dann nur noch mit dem tatsächlich angesparten Fondsvermögen in der Sparphase vergleichen. Ist das Fondsvermögen einschließlich künftiger Monatsraten und fälliger Zinsen höher als das Zielvermögen, kann der Anleger in eine sichere Zinsanlage umschichten. Die künftigen Raten zahlt er ebenfalls in ein sicheres Zinsprodukt. So ist sichergestellt, dass er die Wunschrendite auch tatsächlich erreicht.

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