So haben wir gerechnet

  • Modell­fall. 37-jähriger gesetzlich kranken­versicherter Selbst­ständiger, 30 Jahre Einzahlung, Beginn 2013. Bei der Berechnung der gesetzlichen Rente sind wir von durch­schnitt­lichen Lohn­steigerungen von 2,65 Prozent pro Jahr ausgegangen. Die Renten steigen um durch­schnitt­lich 2 Prozent. Der Beitrags­satz steigt stufen­weise von jetzt 18,9 Prozent auf 22 Prozent im Jahr 2030 und bleibt dann konstant. Die Berechnung der Rürup-Renten­versicherung und privaten Renten­versicherung basieren auf Tarifen ohne Hinterbliebenen­schutz und ­ohne Berufs- oder Erwerbs­unfähigkeits­komponente. Ein- und Auszahlungs­phase: Steuer aus geltendem Tarif Grund­tabelle 2014, ohne Solidaritäts­zuschlag.
  • Bruttorente. Die Bruttorente zeigt die Auszahlungs­rate vor dem Abzug von Steuern und Sozial­abgaben.
  • Nettorente. Rürup-Rente und gesetzliche Rente sind zu 100 Prozent steuer­pflichtig; bei der privaten Rente wird nur der nied­rige Ertrags­anteil besteuert. Wir haben die Steuern, Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge so berechnet, als seien die Renten die einzigen Einnahmen im Alter. Wir haben bei der gesetzlichen Rente Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge in Höhe von 8,2 Prozent und 2,05 Prozent (kein erhöhter Satz für Kinder­lose) zugrunde gelegt. Für Rürup- und Privatrenten beträgt der Beitrags­satz für die Kranken­versicherung für freiwil­lig gesetzlich Kranken­versicherte 14,9 Prozent.
  • Gesetzlich renten­versichert. Selbst­ständige, die während ihres Berufs­lebens über­wiegend gesetzlich kranken­versichert waren, zahlen dann keine Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge auf ihre Rürup- und Privatrenten, wenn sie neben diesen auch eine gesetzliche Rente beziehen. Wir haben deshalb neben der Rente aus den Einzahlungen von 600 oder 300 Euro im Monat eine kleine gesetzlich Rente ohne eigene Einzahlungen (zum Beispiel aus Erziehungs­zeiten) von 168 Euro brutto im Monat unterstellt. Die 168 Euro sind nicht in die dargestellten Renten einge­rechnet, wohl aber der höhere Steu­ersatz, der sich aus den höheren Gesamt­einnahmen ergibt.
  • Nicht gesetzlich renten­versichert. Ohne gesetzliche Rente fallen Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge auf Rürup- oder Privatrente an.
  • Steuerersparnis. Einzahlungen in die gesetzliche Rente und eine Rürup-Rente sind als Sonder­ausgaben steuerlich absetz­bar. Durch den Abzug der Sonder­ausgaben vom Gewinn eines Selbst­ständigen verringert sich die Steuerlast. Für alle Renten wurden während der Einzahlungs­phase gesetzliche Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge zugrunde gelegt (17,55 Prozent).

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