Welche Sparanlagen für die Altersvorsorge geeignet sind

Wer die Riester-Rente bekommt, sollte sie nehmen. Sie wird gefördert und man kann die Sparraten ändern.

Anlageform

Ertragschance

Verlustrisiko

Flexibilität

Eignung für Altersvorsorge

Besonderheiten

Staatlich geförderte Altersvorsorge

Riester-Rente

Hoch durch staat­liche Zulagen und Steuervorteile.

Kein Risiko. Einzahlungen zum Rentenbeginn garantiert.

Mittel.

Hoch, weil lebenslange ­Einkommensquelle.

„Hartz-sicher“, im Alter voll ­steuerpflichtig, aber sozial­abgabenfrei.

Betriebliche ­Altersversorgung

Hoch bei Beteiligung des Arbeitgebers, ansonsten mittel.

Kein Risiko. Einzahlungen zum Rentenbeginn garantiert.

Gering, weil stark an Arbeitgeber gebunden.

Hoch, weil lebenslange Einkommensquelle.

„Hartz-sicher“, im Alter voll ­steuerpflichtig und volle Sozialabgabenpflicht.

Rürup-Rente

Mäßig für Jüngere und abhängig von der Möglichkeit, Steuervorteile voll zu nutzen.

Keines, wenn Mindestverzinsung garantiert wird. Bei Fondsvarian­ten abhängig von Höhe des Aktienanteils.

Gering.

Hoch, weil lebenslange ­Einkommensquelle. Bei Fondsvarianten mittel wegen Anlagerisikos.

„Hartz-sicher“, keine Sozialabgabenpflicht im Alter. Ob Steuervorteile wirken, hängt von Günstigerprüfung ab. Eher geeignet für ­ältere Sparer.

Geldanlage mit Versicherungen

Private Rentenversicherung (klassisch)

Mäßig.

Kein Risiko, da ­garantierte Mindestverzinsung.

Gering.

Hoch, weil lebenslange ­Einkommensquelle.

Nicht „Hartz-sicher“, aber geringe Besteuerung im Alter, keine Sozialabgabenpflicht.

Private Rentenversicherung ­(fondsgebunden)

Mittel.

Risiko abhängig vom Aktienfondsanteil.

Gering.

Mittel wegen Anlagerisikos.

Nicht „Hartz-sicher“, aber nur ­geringe Besteuerung im Alter, ­keine Sozialabgabenpflicht.

Kapitallebensversicherung (klassisch)

Mäßig.

Kein Risiko, da ­garantierte Mindestverzinsung.

Gering.

Mäßig wegen einmaliger ­Auszahlung.

Nicht „Hartz-sicher“, Erträge voll steuerpflichtig, wenn Auszahlung vor dem 60. Lebensjahr erfolgt, ansonsten zur Hälfte. Auszahlung sozialabgabenfrei.

Kapitallebens­versicherung ­(fondsgebunden)

Mittel.

Risiko abhängig vom Aktienfondsanteil.

Gering.

Gering wegen einmaliger Auszahlung und Anlagerisikos.

Nicht „Hartz-sicher“, Erträge voll steuerpflichtig, wenn Auszahlung vor dem 60. Lebensjahr erfolgt, ansonsten zur Hälfte. Auszahlung sozialabgabenfrei.

Klassische Bankprodukte

Sparplan

Mäßig.

Kein Risiko.

Abhängig vom ausgewählten Produkt.

Mäßig. Nur für kleinen Teil des Vermögens sinnvoll.

Besteuerung der Zinserträge ­oberhalb des Sparerfreibetrags.

Einmalanlage mit Festzins (Sparbrief, Festgeld, Sparkonto)

Mäßig bis mittel.

Kein Risiko.

Mittel. Abhängig von Laufzeit.

Mäßig. Nur für kleinen Teil des Vermögens sinnvoll.

Besteuerung der Zinserträge ­oberhalb des Sparerfreibetrags.

Bundesschatzbriefe

Mäßig bis mittel.

Kein Risiko.

Hoch.

Mäßig. Nur für kleinen Teil des Vermögens sinnvoll.

Besteuerung der Zinserträge ­oberhalb des Sparerfreibetrags.

Investmentfondssparpläne

Aktienfonds

Hoch.

Hoch, da Kursschwankungen, abhängig von Anlagedauer.

Hoch. Aus- und Umstieg jederzeit möglich.

Hoch, wenn Einstieg früh erfolgt und rechtzeitig in sichere Anlagen umgeschichtet wird.

Nach einem Jahr nur noch ­Besteuerung der halben ­Dividendenerträge.

Rentenfonds

Mittel.

Mittel bis gering, abhängig von Anlagedauer.

Hoch. Aus- und Umstieg jederzeit möglich.

Mittel, aber flexible Ergänzung für Späteinsteiger.

Besteuerung von Zinserträgen oberhalb des Sparerfreibetrags.