Alters­vorsorge Special

Große Freude lösen die Nach­richten der Lebens­versicherer nicht mehr aus. Bei vielen privaten Kapital­lebens- und Renten­versicherungen zeichnet sich ab, dass die in Aussicht gestellten Auszahlungen nicht erreicht werden. Trotzdem können Sparer etwas tun – und Tausende Euro mehr heraus­holen: Indem sie die von ihren Versicherungen gebotenen Spielräume auch nutzen. Die Alters­vorsorge-Experten der Stiftung Warentest erklären Schritt für Schritt wie es geht.

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SpecialAlters­vorsorgeFinanztest 10/2018
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Nötiger denn je: Selbst für mehr Rendite sorgen

Die Zeiten, da private Renten- und Kapital­lebens­versicherer ihre Kunden noch mit viel­versprechenden Hoch­rechnungen von einem Abschluss über­zeugen konnten, sind lang vorbei. Aufgrund der nied­rigen Zinsen gehen die Kapital­erträge momentan kaum über die fest zugesagte Verzinsung hinaus, und auch fonds­gebundene Versicherungen enttäuschen, wenn das Geld in die falschen Fonds fließt. Aber: Mit wenig Aufwand lässt sich an den Rahmenbedingungen aller Versicherungen drehen, egal ob

  • mit garan­tierter Verzinsung,
  • mit Fonds­investment,
  • bei unge­förderten Verträgen,
  • bei Riester- oder Rürup-Policen.

Und auch unabhängig davon, ob das Geld in Kürze ausgezahlt werden soll oder ob noch einige Jahre bis zur Auszahlung bleiben.

Optimierung kann ein paar Tausend Euro mehr bringen

Für Kunden können am Ende einige Hundert bis ein paar Tausend Euro mehr drin sein, wenn sie Versicherungs­umfang, Zahlungs- oder Auszahlungs­weise optimieren.

Lebens­versicherung optimieren – das bietet unser Special

Schritt-für-Schritt-Anleitung. Die Alters­vorsorge-Experten der Stiftung Warentest erklären,

- wie Sie die Rendite Ihrer Kapital­lebens- und Renten­versicherungen mit einigen Tricks während der Lauf­zeit aufpeppen,
- wie Sie zum Laufzeit­ende die Auszahlung Ihrer Versicherung am besten steuern,
- welche Anla­gestrategien für unterschiedliche Fonds­policen die richtigen sind,
- für welche Investmentfonds Sie sich bei Ihrer Police entscheiden sollten,
- wie Sie mit einem geschickten Ablaufmanagement möglichst sicher­stellen, auch bei einem Börsentief zum Laufzeit­ende Ihres Vertrags keine Verluste einzufahren.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 10/2018.

Fonds­versicherungen lassen besonders viel Gestaltungs­spielraum

Noch mehr können Kunden mit fonds­gebundene Lebens- und Renten­versicherungen tun. Sie können einen Teil des Investments selbst steuern, da sie die Fonds für Ihre Versicherungen selbst aussuchen können. Fonds, die nicht gut laufen, können sie gegen güns­tigere und besser laufende tauschen. Damit die Fonds­wahl künftig einfacher wird, plant Finanztest derzeit den Aufbau einer Daten­bank.

Die besten Fonds finden

Fonds­policen-Optimierer. Wir bauen eine Daten­bank auf, mit der Sie heraus­finden, welche Fonds für Ihre Police richtig sind. Dafür wollen wir die besten Fonds aus der Fonds­liste für Ihren Tarif ermitteln, indem wir sie mit unserer Fonds­bewertung abgleichen (siehe Fonds­bewertung). Die Ergeb­nisse für einzelne Tarife veröffent­lichen wir auf test.de. Wir bitten Sie, uns Informationen zu Ihren Policen zuzu­senden. Persönliche Daten veröffent­lichen wir nicht. Wir benötigen

- Ihre genaue Vertrags- und Tarifbezeichnung und

- eine aktuelle und voll­ständige Fonds­liste Ihres Versicherers.

- Bitte schi­cken Sie die Unterlagen an fondspolicen@stiftung-warentest.de.

Fonds­bewertung. In unserer Fonds­daten­bank erfassen wir regel­mäßig über 19 000 Fonds. Im Produktfinder Fonds und ETF erhalten Sie Zugriff auf die Test­ergeb­nisse von Aktien- und Rentenfonds, gemanagte Fonds und ETF (kosten­pflichtig).

Riester-Optimierer. Riester-Sparer können bereits unsere Daten­bank für Riester-Policen nutzen (kosten­pflichtig). Wir nennen Ihnen in unserer Test­daten­bank Riester Fondspolicen unter die besten Fonds für 100 unterschiedliche Tarife von fonds­gebundenen Riester-Renten­versicherungen.

Wenige Prozente, große Wirkung

Auf die Rendite einer Fonds­police haben die Fonds einen großen Einfluss. Schon wenige Prozent­punkte mehr können bei der Wert­entwick­lung eines Fonds über einen längeren Zeitraum viel ausmachen. Das veranschaulicht folgende, vereinfachte Rechnung: Ein Sparer, der monatlich 200 Euro investiert, käme bei einer gleich­bleibenden, jähr­lichen Rendite von 3 Prozent nach 20 Jahren auf ein Vermögen von 65 824 Euro. Läge die Rendite bei 4 Prozent, käme er bereits auf 73 599 Euro und bei einer Rendite von 5 Prozent auf 82 549 Euro.

Durch kostenloses Umschichten mehr rausholen

Mindestens einmal im Jahr können Sparer ihre Fonds austauschen, ohne dass die Versicherer dafür die Hand aufhalten. Bisher machen nur wenige Sparer von der Wechsel­möglich­keit Gebrauch. „Unsere Unter­suchungen haben gezeigt, dass etwa neun von zehn Kunden ihre Fonds während der gesamten Lauf­zeit nie austauschen“, sagt Lars Heermann, Bereichs­leiter Analyse und Bewertung der Rating-Agentur Assekurata.

Nach Fonds­wechsel: 40 Prozent­punkte besser

Eine, die ihre Fonds gecheckt und ausgetauscht hat, ist Finanztest-Leserin Annabel Henrich. Anfang 2014 trennte sie sich von dem Dachfonds „DekaStruktur 3 Ertrag Plus“, der über­wiegend in Rentenfonds investiert und seit Abschluss ihrer fonds­gebundenen Riester-Versicherung im Jahr 2004 vor sich hin dümpelte. Ihr Bank­berater hatte ihr zu dem Dachfonds geraten. Seit über vier Jahren investiert die Kölnerin nun statt­dessen in den Aktienfonds „DWS Top Dividende“. Und das mit Erfolg: Seit Anfang 2014 hat er sich über 40 Prozent­punkte besser geschlagen als der Deka-Fonds, obwohl er im Jahr 2017 etwas durch­hing.

Erst Anla­gestrategie für die eigene Versicherung fest­legen

Bevor Kunden einen konkreten Fonds wählen, müssen sie fest­legen, welche Anla­gestrategie zu ihrer Fonds­police passt. Wie das genau geht, erfahren Sie, wenn Sie den Artikel frei­schalten. Wichtigster Faktor dabei: die Höhe der Kapital­garantie zum Ende der Lauf­zeit. Sie kann je nach Vertrag zwischen 100 Prozent und 0 Prozent liegen. Garan­tiert der Versicherer 100 Prozent, sagt er zu, die Summe aller Beiträge zum Laufzeit­ende zu erhalten. Das ist zum Beispiel bei Riester-Fonds­policen der Fall.

Reine Fonds­policen: Mehr Einfluss, aber höheres Verlustrisiko

Bei Verträgen mit einer hohen Kapital­garantie legt der Versicherer einen so großen Teil des Guthabens in sicheren, meist verzinsten Anlagen wie Staats­anleihen an, dass er damit bei Laufzeit­ende die Garantie erfüllen kann. Darauf hat der Kunde keinen Einfluss. Eine Wahl hat der Kunde nur beim restlichen Fonds­guthaben. Es besteht zum einen aus Beitrags­anteilen, die der Versicherer nicht für die Garantie braucht, und zum anderen aus erzielten Über­schüssen. Daneben gibt es Versicherungen mit abge­speckten Garan­tien, bei denen nur ein Teil der Beiträge abge­sichert ist, und sogenannte reine Fonds­policen ganz ohne Garantie. Hier können Sparer theoretisch alle Einzahlungen verlieren. Im Gegen­zug hat der Kunde auf die Anlage des gesamten Fonds­guthabens Einfluss.

Ablaufmanagement fünf Jahre vor Laufzeit­ende

Die Höhe der Kapital­garantie bestimmt, wie die Anla­gestrategie aussehen sollte. Ist sie einmal fest­gelegt, bleibt sie für den Groß­teil der Lauf­zeit bestehen. Erst fünf Jahre vor Vertrags­ende müssen einige Sparer noch einmal umsteuern und das Ablaufmanagement ihrer Police einläuten. Wie das genau geht und welche Kunden sich selbst kümmern müssen, erfahren Sie, wenn Sie den Artikel frei­schalten.

Ein Wechsel der Fonds lohnt sich oft

Völlig frei wählen können Kunden die Fonds für ihre Police nicht. Sie sind an das Angebot ihres Versicherers gebunden. Bei der Fonds­wahl geht es also nicht um den besten Fonds, sondern immer nur um den best­möglichen. Die Fonds­listen der einzelnen Gesell­schaften unterscheiden sich deutlich. Teils haben sie mehrere Hundert Fonds im Angebot, teils nur einige wenige – und manchmal sogar unterschiedliche Portfolios für einzelne Verträge. Auch verändern Versicherer ihre Fond­spalette mit der Zeit. Immer mehr Gesell­schaften nehmen attraktive Aktien-ETF in ihre Portfolios auf. Für Kunden heißt das: Es lohnt sich, den eigenen Versicherer hin und wieder auffordern, die aktuelle Fonds­liste zu schi­cken.

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