Vom Antrag bis zur Steuererklärung: So sichern Sie sich die Förderung

Zulagen und Steuervorteile polieren die Rendite von Riester-Verträgen ordentlich auf. Gute Angebote werden dadurch noch besser. Schlechte, und die gibt es zuhauf, rechnen sich nur mit der staatlichen Förderung. Es lohnt sich, den richtigen Vertrag gut auszuwählen. Die Ergebnisse unserer Tests stehen in unserem Special „Alle Riester-Sparformen im Vergleich“.

Zulagenantrag stellen

Um an das Geld vom Staat heranzukommen, müssen Sparer einiges tun. Nach Vertragsschluss muss ein Zulagenantrag ausgefüllt mit Steuer- und Sozialversicherungsnummer an den Anbieter zurück. Die Sozialversicherungsnummer steht auf dem Gehaltszettel, die Steuernummer im letzten Steuerbescheid.

Die Mainzer Volksbank, größter Anbieter von Riester-Banksparplänen, reicht die Anträge auch ohne Nummern weiter. „Die Zulagenstelle kann sie meist selbst herausfinden.“ Hauptsache, der Antrag komme überhaupt zurück und sei unterschrieben.

Manchmal muss der Antrag später erneuert werden: wenn ein Kind dazukommt, für das es Kindergeld gibt, wenn Kindergeld für ein Kind wegfällt oder es künftig an jemand anderen ausgezahlt wird, zum Beispiel den Expartner nach einer Scheidung.

Veränderungen melden Sparer nicht der Zulagenstelle (ZfA), sondern immer ihrem Anbieter, der die Informationen an die ZfA weiterleitet.

Wer verbeamtet wird oder sich selbstständig macht, muss das angeben. Wichtig ist auch jeder Umzug, weil eine andere Kindergeldstelle zuständig sein kann. Anbieter sollten ferner von Elternzeit, Pflege Angehöriger oder Arbeitsuche erfahren. Das alles kann den Sparerstatus verändern und einen Mindestbeitrag nötig machen. Die Mainzer Volksbank rät schon länger allen Kunden, wenigstens 60 Euro im Jahr einzuzahlen.

Ohne Förderung wird aus dem Riester-Vertrag ein normaler Sparvertrag – ein Bank- oder Fondssparplan, eine Rentenversicherung. Auch Riester-Bauspar- oder -Darlehensverträge verwandeln sich dann.

Steuervorteil abholen

Klappt es mit dem Zulagenantrag, ist die Arbeit noch immer nur halb fertig. Vielleicht kann ein Sparer noch von einem Steuervorteil profitieren. Den gibt es per Anlage AV in der Einkommensteuererklärung. Fast alle Daten, die dort eingetragen werden müssen, stehen in der für das Finanzamt bestimmten Erklärung, die Anbieter ihren Riester-Sparern jährlich zuschicken.

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