Kinder und Zukunft

Eva ist 35 Jahre alt, ihr Mann Philipp 32. Das Paar hat eine fast dreijährige Tochter und erwartet in Kürze das zweite Kind. Eva, angestellte Grundschullehrerin, ist derzeit in Elternzeit. Wird ihr zweites Kind zwei Jahre alt, will sie halbtags wieder arbeiten. Philipp ist im Vertrieb tätig. Nach einem Jobwechsel musste er gerade Gehaltseinbußen hinnehmen.

Das Einkommen der Familie liegt zurzeit netto bei rund 2 800 Euro monatlich plus Kindergeld. Letzteres legen die Eltern in einem Aktienfondssparplan für die Tochter zurück. Das Paar hofft, sich das nach der Geburt des zweiten Kindes auch mit dem zusätzlichen Kindergeld erlauben zu können.

Eva hat für sich einen Riester-Banksparplan abgeschlossen. Sie hat ihn gewählt, weil hier das Sparkapital kontinuierlich wächst. Es gibt keine Kursschwankungen wie bei einem Fondssparplan und keine hohen Anfangskosten wie bei einer Rentenversicherung. Die Sicherheit braucht sie, wenn sie zwischenzeitlich Kapital für einen Immobilienkauf entnehmen will.

Über ihren Arbeitgeber kann Eva später mit einer kleinen Zusatzversorgung rechnen, zu der sie selbst etwas zuzahlt.

Philipp hat vor drei Jahren eine private Rentenversicherung mit 200 Euro Monatsbeitrag abgeschlossen. Weil der Vertrag vor 2005 begann, kann er statt einer geringbesteuerten Rente später auch eine steuerfreie Einmalauszahlung wählen.

Philipp hat außerdem einen Riester-Fondssparplan. Genommen hat er ihn, weil er hier in den rund 35 Jahren, die er so sparen will, mit der besten Rendite rechnet. Und an ein eigenes Haus denkt Philipp anders als Eva bisher nicht.

Eine Betriebsrente kommt für den Vertriebsprofi wegen seines unsicheren Arbeitsplatzes nicht infrage. Auch andere feste Sparverträge will er nicht anfangen. Philipp hat noch einen Fondssparplan. An dieses Geld kann er jederzeit heran.

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