Eine Frau bekommt keine Prozesskostenhilfe, wenn sie noch Geld in einer Kapitallebensversicherung hat. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. XII ZB 120/08). Die Frau muss die Police zwar nicht auflösen, aber das Sparvermögen beleihen.

Ein Altersvorsorgevertrag mit lebenslanger Rentenzahlung ohne Kapitalwahlrecht ist dagegen besser geschützt. In einem anderen Urteil hatte der BGH entschieden, dass solche Verträge nicht pfändbar sind (Az. IX ZR 132/09). Die Rente darf aber frühestens mit 60 Jahren losgehen und der Versicherte darf vorher nicht über das Geld verfügen können.

Kombiniert ein solcher Vertrag Berufsunfähigkeits- und Altersrente, sodass bei einem Berufsunfähigen die eine Rente unmittelbar in die andere übergeht, sind beide Renten pfändungssicher.

Tipp: Für Selbstständige ist der Pfändungsschutz besonders wichtig. Eine Pleite kostet sie sonst ihre Vorsorge.

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