Altersvorsorge Meldung

Verschmähte Mauerblümchen: AS-Fonds.

Immer weniger Anleger kaufen Anteile an AS-Fonds. AS steht für Altersvorsorge-Sondervermögen. Die Idee stammt aus dem Jahr 1998 und sollte nach den Vorstellungen ihrer Erfinder vom Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) die private Vorsorge fördern. Mittlerweile sind einige AS-Fonds schon wieder vom Markt. Ende August verwalteten 39 AS-Fonds gerade mal 1,7 Milliarden Euro. Ende 2001 gab es noch 47 AS-Fonds.

AS-Fonds investieren in Aktien, Anleihen und offene Immobilienfonds – eine Risikomischung speziell für die Altersvorsorge. „Mit ihrer Einführung 1998 verband sich die Hoffnung der Investmentbranche, dass AS-Fonds auch steuerlich so behandelt werden wie etwa die Lebensversicherung“, sagt Andreas Fink vom BVI. So weit ist es nicht gekommen. Staatlich geförderte Altersvorsorge mit Fonds funktioniert nur über Riester.

Nun hat die Regierung den Vermögensfreibetrag in der Arbeitslosenhilfe gesenkt, was AS-Fonds die Existenzgrundlage fast völlig nimmt. Empfänger von Arbeitslosenhilfe dürfen nur noch 200 statt 520 Euro Vermögen pro Lebensjahr behalten. Riester-Verträge sind geschützt, nicht aber AS-Fonds. Kein Wunder, dass Anleger diese Art der Altersvorsorge nur noch weniger nachfragen und die Fondsgesellschaften sich mehr und mehr aus diesem Geschäftsfeld zurückziehen.

Tipp: Anleger können statt in AS-Fonds auch in Mischfonds investieren. Sie sollten dabei beachten, dass die Aktienquote ihrer Risikobereitschaft entspricht.

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