Paar ist nicht gleich Paar

Der Hinterbliebenenschutz in der gesetzlichen Rentenversicherung, bei Riester- und Betriebsrenten gilt nicht für alle Paare.

Witwen- oder Witwerrente gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung nur nach einer Ehe und seit 2005 nach einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft. Unverheiratete Partner gehen leer aus, egal wie lange sie zuvor mit dem Verstorbenen zusammenlebten.

Selbst die „geregelten“ Partnerschaften müssen beim Tod mindestens ein Jahr bestanden haben – es sei denn, der Partner starb durch Unfall. Ansonsten vermutet der Rentenversicherer eine Versorgungsehe und zahlt nicht.

Wer nach kurzer Ehe nachweist, dass sein Partner überraschend starb, setzt die Rente jedoch manchmal durch.

Witwen oder Witwer verlieren ihren Versorgungsanspruch, wenn sie wieder heiraten. Nur die auf zwei Jahre befristete kleine Witwenrente wird zu Ende gezahlt. Für die übliche große Witwenrente gibt es zwei Jahresrenten als Ab­fin­dung.

Waren Hinterbliebene vom Verstorbenen geschieden, ohne wieder zu heiraten, sind mehrere Fristen wichtig. Eine Beratung beim Rentenversicherer empfiehlt sich. Erziehen sie noch ein eigenes Kind oder ein Kind des Verstorbenen, können sie meist eine Erziehungsrente erhalten.

Ansprüche aus anderen Renten

In Betriebsrenten waren bisher meist Ehepartner als Hinterbliebene vorgesehen. Partner in eingetragenen Lebensgemeinschaften und unverheiratete Partner können jedoch abgesichert werden.

Vom Riester-Geld dürfen nur Ehepartner voll profitieren. Andere Erben müssen den Förderanteil zurückzahlen.

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