Alters­versorgung Meldung

Frauen müssen über­legen, wie sie bei der Rente mithalten können.

Nachdem die Bundes­regierung bereits letzten Sommer auf eine massive Rentenlücke zwischen den Geschlechtern hingewiesen hat, legen nun zwei weitere Studien nach. Die Organisation für wirt­schaftliche Zusammen­arbeit und Entwick­lung (OECD) sieht in Deutsch­land einen Unterschied bei den Renten­einkommen zwischen Männern und Frauen von 46 Prozent. Das durch­schnitt­liche Alters­einkommen der Frauen beträgt insgesamt also nur 54 Prozent von dem der Männer. Deutsch­land schneidet unter den 26 untersuchten Industrie­staaten damit am schlechtesten ab; gefolgt von den Nieder­landen, Luxemburg und Groß­britannien. Spitzenreiter bei der gleich­mäßigen Verteilung des Alters­einkommens ist Estland, gefolgt von der Slowakei, Dänemark und Tschechien.

Die gewerk­schafts­nahe Hans-Böckler-Stiftung macht eine noch größere Lücke aus. Ihre Unter­suchung kommt zu dem Schluss, dass der Unterschied beim Alters­einkommen bei 53 Prozent liegt. Als Gründe nennt die Stiftung die Teil­zeit­arbeit vieler Frauen und geringere Löhne. Im Westen falle die Lücke mit 58 Prozent viel größer aus als im Osten mit 28 Prozent.

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