Alters­teil­zeit­beschäftigte, die nach Ende der Frei­stellungs­phase ihrer Alters­teil­zeit nicht gleich in Rente gehen können oder wollen, haben keinen sofortigen Anspruch auf Arbeits­losengeld. Sie müssen vielmehr damit rechnen, dass sie zwölf Wochen lang kein Geld bekommen. Diese Sperr­zeit der Bundes­agentur für Arbeit ist rechtens, so das Landes­sozialge­richt Baden-Württem­berg (Az. L 8 AL 3805/16).

Die Klägerin hatte das Ende ihrer Alters­teil­zeit so geplant, dass sie möglichst früh – mit Abschlag – in Rente gehen konnte. Damals gab es die Rente mit 63 noch nicht. Weil die Frau 45 Jahre gearbeitet hat, kann sie sich nun mit 63 Jahren ohne Abschlag zur Ruhe setzen. Sie erreicht dieses Alter aber erst vier Monate nach dem geplanten Renten­beginn und will für diese Zeit Arbeits­losengeld haben. Nun bekommt sie erst nach einer Zwölf-Wochen-Sperre für den verbliebenen Monat Arbeits­losengeld.

Dieser Artikel ist hilfreich. 7 Nutzer finden das hilfreich.