Altersteilzeit Meldung

Die Automobilarbeiter können künftig erst mit 61 Jahren in Altersteilzeit gehen. Sie erhalten dann durchschnittlich 87 Prozent ihres Arbeitslohns.

Die Metaller werden auch nach 2010 noch in Altersteilzeit ­gehen können. Für viele gelten dann aber neue Regeln.

In Baden-Württemberg haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber der Metallbranche auf neue Regeln für die Altersteilzeit geeinigt. Die Vereinbarung, die ab dem 1. Januar 2010 für die rund 800 000 Beschäftigten gilt, war notwendig geworden, weil Ende 2009 ein Teil der staatlichen Förderung ausläuft. Dann fällt der Zuschuss weg, den der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer in Altersteilzeit bisher erhielt.

Die IG Metall konnte eine Aufstockung des Altersteilzeitentgelts von 82 Prozent auf 85 bis 89 Prozent des ursprünglichen Nettoverdienstes durchsetzen. Künftig haben maximal 4 Prozent der Belegschaft eines Betriebs Anspruch auf eine höchstens vierjährige Altersteilzeit. Sie kann frühestens ab dem 61. Geburtstag genutzt werden. Voraussetzung sind zwölf Jahre Betriebszugehörigkeit. Besonders belastete Mitarbeiter können schon ab 57 für höchstens sechs Jahre in Altersteilzeit gehen.
Unverändert bleiben die bestehenden freiwilligen Betriebsvereinbarungen für rund 60 Prozent der Metaller in Baden-Württemberg. Sie gelten nach 2009 weiter, der staatliche Zuschuss bleibt in diesen Fällen erhalten.

Wahrscheinlich wird der baden-württembergische Beschluss bundesweit auf die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Metallbranche übertragen. Ob andere Branchen folgen, wird sich zeigen.
Bis Ende 2009 kann jeder ab 55 in Altersteilzeit gehen, wenn dies tariflich oder betrieblich festgeschrieben ist. Danach kann die Altersteilzeit individuell mit dem Arbeitsgeber vereinbart werden. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nur, wenn er tariflich oder betrieblich geregelt ist.

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