Altersteilzeit Meldung

Bis Ende 2009 gehen besonders viele Arbeitnehmer in Altersteilzeit. Sie werden später Steuern nachzahlen müssen.

Altersteilzeit. Viele Arbeitnehmer können dieses Jahr noch den gleitenden Übergang in den Ruhestand wählen, wenn sie mindestens 55 Jahre alt sind. Sie halbieren ihre Arbeitszeit, erhalten aber viel mehr Geld ausgezahlt als eine Halbzeitkraft. Der Arbeitgeber stockt ihr Nettoentgelt auf. Besetzt er den Arbeitsplatz neu, erstattet ihm die Agentur für Arbeit den Aufstockungsbetrag. Die Förderung läuft aber Ende 2009 aus.

Steuern. Zurzeit erhalten Arbeitnehmer mindestens 20 Prozent vom Bruttoentgelt in der Altersteilzeit als Aufstockung. Der Betrag ist steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz für das Einkommen, das sie versteuern müssen. Da das Finanzamt während des Jahres nur für den Lohn Steuern erhält, fordert es das Geld für die Aufstockung nach der Steuer­erklärung.

Rechnung. Als Beispiel dient eine Alleinstehende, die 2009 das ganze Jahr in Altersteilzeit war und brutto 27 000 Euro verdient hat. Davon muss sie nach Abzug der Freibeträge 23 576 Euro versteuern. Nach der Steuererklärung addiert das Finanzamt zu dem zu versteuernden Einkommen den Aufstockungsbetrag von 5 400 Euro (20 Prozent von 27 000 Euro). Für die Gesamtsumme ergibt sich ein Steuersatz von 18,5533 Prozent. Mit diesem Satz muss die Frau nun die 23 576 Euro ohne Aufstockung versteuern und 4 374 Euro Steuern zahlen. Der Arbeitgeber hat aber nur 3 757 Euro Lohnsteuer überwiesen. Die fehlenden 617 Euro fordert das Finanzamt als Nachzahlung.

Tipp: Wie viel der Arbeitgeber Ihnen jeden Monat im gleitenden Übergang bis zur Rente auszahlt, finden Sie mit dem Suchwort „Altersteilzeit-Rechner“ beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales heraus unter: http://www.bmas.de.

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