Arbeitnehmer, die mit ihrem Arbeitgeber eine Altersteilzeitregelung treffen, sollten darauf achten, dass ihre erworbenen Ansprüche für den Fall einer Pleite des Unternehmens von vornherein gesichert werden.

Ein solcher Insolvenzschutz für das „Wertguthaben“, das viele in Altersteilzeit Tätige auf Arbeitszeitkonten ansammeln, um früher aus dem Beruf auszusteigen, ist zwar gesetzlich vorge­schrieben. „In der Praxis wird er aber selten umgesetzt, weil es keine Sanktionen gibt, wenn nichts passiert“, so ein Sprecher der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg.

Wird ein Unternehmen zahlungsunfähig, wird dem Arbeitnehmer seine für den früheren Ausstieg in Kauf genommene Einkommenseinbuße nicht ausgeglichen. Aus der Konkursmasse wird er nicht vorrangig bedient. Das Arbeitsamt übernimmt die Leistungen nur für drei Monate vor der Insolvenz. Ein Schadenersatzanspruch gegenüber dem Arbeitgeber besteht zwar. Ist dieser zahlungsunfähig, dürfte das dem Beschäftigten aber nichts nutzen.

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