Ein Kläger hat beim Bundesfinanzhof (BFH) erreicht, dass er 30 000 Euro für die alternative Krebstherapie seiner Frau in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung abrechnen kann (Az. VI R 11/09).

Da die konventionelle Chemotherapie bei der schwerkranken Patientin nicht mehr möglich war, hatte der Hausarzt eine immunbiologische Behandlung empfohlen. Er riet zu einem in Europa nicht zugelassenen Medikament namens Ukrain und einer Heilmethode, die weder von der Naturheilkunde noch von der Schulmedizin anerkannt ist.

Trotzdem stuften die Richter die Behandlungskosten von 30 000 Euro als außergewöhnliche Belastung ein. Die ausweglose Situation der Kranken habe sie zu jedem Strohhalm greifen lassen. Die Ausgaben seien deshalb zwangsläufig – auch wenn sie medizinisch nicht notwendig gewesen seien.

Wichtig war für die Richter des Bundesfinanzhofs in München auch, dass ein Facharzt für Allgemeinmedizin, Chirotherapie und Naturheilverfahren die Krebspatientin behandelte und nicht jemand, der keine Zulassung für eine Heilbehandlung hatte.

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