Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Pflicht privater Krankenversicherungen zur Kostenübernahme für alternative Heilmethoden präzisiert. Bei der Behandlung unheilbarer Krankheiten, bei denen es um Linderung geht, müssen die Versicherer gleichermaßen für schul- wie auch für alternativmedizinische Methoden und Arzneimittel einstehen, heißt es.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte eine Klausel in den Musterbedingungen der Privatversicherer als unklar beanstandet. Der BGH billigte zwar die Versicherungsbedingungen, stellte aber klar, was wie zu verstehen sei. Bei unheilbaren und nicht erforschten Krank­heiten, für deren Therapie weder Schul- noch Alternativmedizin Erfolg versprechende Methoden entwickelt haben, stehen nun beide Behandlungsansätze nebeneinander und müssen von den privaten Versicherern erstattet werden – wenn sie medizinisch notwendig sind (Az. IV ZR 60/01 und 119/01 ).

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