Pflege­kurse: Für Einsteiger

Pfle­gehelfer arbeiten in ambulanten und stationären Pfle­geheimen, in der Kurz­zeit- oder Tages­pflege und im Hospiz. Sie entlasten dort die Fach­kräfte, unterstützen zum Beispiel bei der Körper­pflege, beim Ankleiden und bei der Haus­arbeit. Sie über­nehmen auch pflegerische Hilfs­aufgaben in der Behand­lungs­pflege, reinigen zum Beispiel Wunden und entsorgen Medikamente.

  • Synonyme: Pflegebasiskurs, Schwesternhelferin, Pfle­gehelfer, Helfer in der Pflege (Bremen), Fach­kraft für Pflege­dienst­leistungen (Nieder­sachsen), Pfle­gehelferpass (Sachsen) (siehe Glossar).
  • Ausbildungs­dauer: 2 bis 6 Monate.
  • Abschluss: Nicht geregelt, Zertifikat des Bildungs­anbieters. Keine direkte berufliche Weiter­entwick­lung. Verkürzt nur in Brandenburg die Ausbildung zum Alten­pfle­gehelfer.
  • Einkommen: Derzeit 8,50 Euro (West) und 7,50 Euro (Ost) Mindest­lohn in Pflege­betrieben. Er gilt für über­wiegend in der Pflege Tätige.
  • Förderung: Bildungsgutschein, oft auch WeGebAU.
  • Voraus­setzungen: Meistens Haupt­schul­abschluss; zum Teil praktische Pfle­geerfahrung oder Führer­schein.
  • Ausbildungs­stätten: Wohl­fahrts­verbände, private Bildungs­anbieter.
  • Besonderheiten: Unge­regelte Grund­qualifizierung in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Meck­lenburg-Vorpommern, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Kurse sind oft Einstieg für bestimmte Ziel­gruppen in die Pfle­geaus­bildung, in Bremen und Baden-Württem­berg etwa für Migranten. Oft wird ein Basiskurs Pflege mit einer Qualifizierung in der Betreuung kombiniert (siehe Kurse Betreuung und Pflege).

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