Der Vertrag: So behalten Sie den Über­blick

Planen. Besuchen Sie Pfle­geheime in Ihrer Nähe. Welchen Eindruck machen Bewohner und Personal? Welche Erfahrungen machten Angehörige? Nutzen Sie bei Heimen, die Ihnen gefallen, recht­zeitig die Wartelisten.

Informieren. Lesen Sie die Infos, die Sie vor Vertrags­abschluss bekommen. Sie beschreiben die Leistungen und sind Teil des späteren Vertrags. Fragen Sie bei Klärungs­bedarf nach.

Beraten lassen. Mehr als 550 Pfle­gestütz­punkte sind deutsch­land­weit Anlauf­stelle für Hilfe­suchende (siehe pflegestützpunkte-online.de). Wer sich absichern will, kann den Vertrag vom Rechts­anwalt prüfen lassen. Regionale Ansprech­partner finden Sie über die Bundes­interes­senvertretung für alte und pflege­betroffene Menschen (biva.de).

Unter­schreiben. Unterzeichnen Sie einen Heim­vertrag nie ungelesen, auch nicht im Notfall. Lassen Sie sich Klauseln erklären und verlangen Sie Einblick in Gesetze, die zugrunde liegen. Lesen Sie Vertrags­anhänge: Sie können sich auf Leistungen beziehen, die extra kosten.

Probewohnen. Jeder Vertrag kann inner­halb von zwei Wochen nach Vertrags­beginn frist­los gekündigt werden. Lassen Sie sich hinsicht­lich sons­tiger Kündigungs­möglich­keiten beraten.

Nachbessern. Spätere Vertrags­änderungen sind nur bei beiderseitigem Einverständnis möglich. Unzu­lässige Klauseln sind generell unwirk­sam.

Kosten prüfen. Entgelt­erhöhungen müssen Ihnen schriftlich mitgeteilt, begründet, korrekt berechnet und angemessen sein. Wer sie nicht zahlen will, kann den Vertrag kündigen.

Beschweren. Über Probleme können Sie den Beirat des Heims oder die Heim­aufsicht informieren.

Tipp: Auf unserer Themenseite Pflege von Angehörigen finden Sie weitere Unter­suchungen und Informationen rund um Pflege­themen.

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