Check­liste: So kommen Sie an Ihr Geld

  • Prüfung. Sie müssen selbst aktiv werden, wenn Sie eine Nach­zahlung für einen alten Sparplan wollen. Zunächst sollten Sie prüfen, ob Ihr Vertrag vom Urteil des Bundes­gerichts­hofs (BGH) betroffen ist. Das Urteil bezieht sich nur auf Sparpläne mit varia­blem Zins und Bonuszah­lungen, die mit der Lauf­zeit steigen.
  • Vergleichs­zins. Schauen Sie im Vertrag nach, ob die Bank einen Vergleichs­zins (Referenzzins) nennt, an dem sie sich bei der Verzinsung des Sparplans orientiert. Wenn keiner genannt wird, können Sie eine Neube­rechnung des Vertrags verlangen.
  • Verjährung. Die meisten von dem BGH-Urteil betroffenen Verträge wurden vor dem Jahr 2000 abge­schlossen. Sie können Ihre Ansprüche für die gesamte Lauf­zeit geltend machen, wenn Ihr Vertrag noch läuft oder wenn seit Vertrags­ende nicht mehr als drei Jahre vergangen sind. Danach sind Ansprüche verjährt.
  • Expertenrat. Für die Forderung an Ihre Bank sichern Sie sich am besten die Unterstüt­zung einer Verbraucherzentrale. Die Verbraucherzentrale Thüringen hat sich auf das Thema spezialisiert. Gegen 75 Euro Gebühr bietet sie eine Neube­rechnung des Vertrags mit ausführ­licher Erläuterung, die Sparer ihrer Bank schi­cken können. Als Grund­lage brauchen die Experten die Vertrags­unterlagen, die Jahres­konto­auszüge mit dem Sparplan­verlauf und die Mitteilungen der Bank über Zins­ver­änderungen. Kontakt: VZ Thüringen, Eugen-Richter-Straße 45, 99085 Erfurt, www.vzth.de, Tel. 03 61/55 51 40.

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