Alte Bank­sparpläne Special

Viele alte Bank­sparpläne verstoßen gegen geltendes Recht. Selbst Jahr­zehnte nach Vertrags­schluss können Sparer auf Nach­zahlung hoffen. Manchen stehen große Summen zu, mitunter mehrere tausend Euro. Finanztest sagt, welche Verträge betroffen sind, und wie Anleger ihre Ansprüche am besten geltend machen können.

Das lesen Sie in diesem Artikel

Der Finanztest-Artikel sagt, welche alten Sparpläne betroffen sind, und erläutert die einschlägige Rechts­sprechung des Bundes­gerichts­hofs zum Thema. Eine Check­liste erklärt, wie betroffene Anleger an ihr Geld kommen.

Tipp: Aktuell sind bis zu drei Prozent Zinsen und mehr drin – das ergab der Test von 41 Banksparplänen, Finanztest 11/2014.

Der Einstieg in das Special

„Nach Abschluss ihres Spar­vertrags im Jahr 1993 ließ die Dresdnerin Kerstin Ulbrich die Sektkorken knallen. Sie hatte ausgerechnet, dass sie am Ende der 25-jährigen Lauf­zeit mehr als 200 000 D-Mark haben würde. Ihre Alters­vorsorge schien der 30-Jährigen gesichert, selbst wenn der Betrag durch Steuer­abzüge gemindert würde.

Womit die Diplom-Ökonomin nicht gerechnet hatte: Bereits einen Monat nach Abschluss sank der Zins ihres Spar­vertrags um einen halben Prozent­punkt. Weitere Zins­senkungen folgten bald.

Ulbrich hatte die Folgen der varia­blen Verzinsung unter­schätzt. Die Sparkasse war daran nicht unschuldig. Die Beispiel­rechnungen in ihrer Werbebroschüre beruhten auf einem Zins­satz von 5 Prozent. Dass sich der Zins während der Lauf­zeit ändern kann, war nur eine Fußnote wert.

Inzwischen, zwei Jahr­zehnte später, hat Ulbrich 4 600 Euro Nach­zahlung bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden durch­gesetzt. Geholfen haben ihr die Verbraucherzentrale Thüringen und mehrere Urteile des Bundes­gerichts­hofs. (...)“

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