Schieben Anleger Verluste aus verkauften Aktien vor sich her, die sie vor 2009 gekauft haben, können sie diese zum letzten Mal mit Gewinnen aus Wert­papier­verkäufen verrechnen lassen. Infrage kommen dafür vor allem Gewinne aus Fonds und Aktien, die sie frühestens seit 2009 besitzen und im Laufe des Jahres 2013 verkaufen.

Der Verkauf kann sich lohnen, wenn der Steuer­vorteil der Verlust­verrechnung höher ist als der Gewinn, den die Papiere in Zukunft schät­zungs­weise bringen werden. Wer will, kann Aktien für die Verrechnung auch abstoßen und bei abweichendem Kurs gleich wieder kaufen, hat der BFH entschieden (Az. IX R 60/07).

Ab 2014 wird das Finanz­amt Altverluste dann nicht mehr mit Wert­papiergewinnen verrechnen. Die Verrechnung ist nur noch mit Gewinnen aus privaten Veräußerungs­geschäften wie den Verkäufen von Gold, Mietimmobilien und Antiquitäten möglich.

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