Ein Fußgänger, der betrunken durch Trier ging, muss seinen Führer­schein abgeben. Er war der Polizei aufgefallen, weil er wieder­holt gegen Häuser und Straßenschilder getreten hatte. Eine Blut­probe ergab 2,5 Promille. Darauf­hin verlangte die Behörde von ihm ein ärzt­liches Gutachten. Als er das nicht vorlegte, zog sie seinen Führer­schein ein. Zu Recht, urteilte das Verwaltungs­gericht Trier (Az. 1 L 1375/16.TR). Die Aggressivität des Fußgängers und der Vermerk im Polizei­bericht, dass er trotz hoher Alkoholisierung „absolut klar und berechnend“ gewirkt habe, recht­fertigten den Verdacht, dass er an viel Alkohol gewöhnt und eventuell abhängig sei. Bei einem solchen Verdacht müsse das Amt ein Gutachten anfordern.

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