Alltagsdrogen und Jugendliche Meldung

Immer mehr Jugendliche lassen sich offenbar überzeugen, dass Alkohol und Zigaretten nicht „cool“ sind. Seit dem Jahr 2001 hat sich der Anteil der 12- bis 17-jährigen Raucher fast halbiert. Im Jahr 2008 lag er bei 15 Prozent. Dieser positive Trend ist bei Mädchen und Jungen gleichermaßen nachzuweisen.

Dennoch sieht die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, keinen Grund zur Entwarnung, da immer noch jeder siebte junge Mensch zur Zigarette greife und damit seine Gesundheit gefährde. Deshalb stehen die diesjährigen Jugendfilmtage sowie eine begleitende Plakataktion unter dem Motto „Nikotin und Alkohol – Alltagsdrogen im Visier“. Die Filme werden bis zum Jahresende bundesweit in 17 Städten vor Schulklassen gezeigt.

Auch der Alkoholkonsum Jugendlicher ist insgesamt rückläufig. Anlass zur Sorge gibt aber das Trinkverhalten einer Minderheit, die durch Rauschtrinken – das „Komasaufen“ – auffällt. Allein im Jahr 2008 wurden über 25 000 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren mit einer akuten Alkoholvergiftung in die Notaufnahme eingeliefert.

Außerdem gab fast jeder vierte Junge zwischen 12 und 17 Jahren bei einer Befragung an, innerhalb der vergangenen 30 Tage mehr als fünf alkoholische Getränke hintereinander getrunken zu haben. Von den befragten gleichaltrigen Mädchen gab das fast jede Fünfte an. Gerade für Heranwachsende, die sich noch in der Entwicklung befinden, birgt der Alkoholkonsum erhebliche Gesundheitsrisiken.

Tipp: Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter www.rauch-frei.info und www.kenn-dein-limit.info.

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