Allnet-Flatrates Test

Knapp 25 Euro kosten die güns­tigsten Allnet-Flatrates bei Dis­countern. Viele Anbieter locken zudem mit vergüns­tigten Edel­smart­phones. Pakete aus Tarif und Handy lohnen selten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Allnet-Flatrates.

Frisch­gebackene Smartphone-Besitzer lieben ihre Eroberung. Sie halten sie dauernd im Händ­chen und lassen kaum noch die Augen von ihrem Schatz. Ständig lesen die Verliebten neue E-Mails, tippen Kurz­mitteilungen, rufen Freunde an.

Die innige Beziehung zwischen Mensch und Maschine kostet Zeit und Geld. Wer ein neues Smartphone möchte, steht vor der Wahl: Handy und Tarif getrennt voneinander auswählen oder ein Paket mit zweijäh­riger Lauf­zeit buchen? Wir haben für die beiden beliebten Smartphones Apple iPhone 5 und Samsung Galaxy S III in Kombination mit einer Allnet-Flatrate ausgerechnet, was sich mehr lohnt.

Das Ergebnis: T-Mobile und Vodafone sind dem Preiskampf nicht gewachsen. Sie verlangen für die Kombination aus Tarif und Smartphone rund 500 bis 1 000 Euro mehr als güns­tige Konkurrenten (siehe Tabelle). Am wenigsten zahlen Kunden bei Mobilcom-Debitel im O2-Netz und bei Yourfone im E-Plus-Netz. Deren Paket ist sogar preis­werter, als das Handy einzeln im Online­handel zu kaufen und die güns­tigste Allnet-Flat separat zu buchen.

Wer sich keine zwei Jahre binden will oder schon ein Smartphone besitzt, braucht lediglich einen passenden Tarif. Allnet-Flatrates gelten als Rundum-Sorglos-Angebote. Für eine monatliche Pauschale versprechen sie unbe­grenztes Telefonieren, SMS-Schreiben und Surfen. Die Analyse von mehr als 4 000 Mobil­funk­tarifen zeigt: Grenzenloses Handy­vergnügen ist bei vielen Discountern ab knapp 25 Euro im Monat zu haben.

861 Euro sparen beim iPhone 5

Allnet-Flatrates Test

861 Euro Ersparnis für iPhone 5 plus Allnet-Flatrate bei Mobilcom-Debitel im Vergleich zum Angebot von T-Mobile.

Im Extremfall zahlen Kunden für das iPhone 5 mehr als 800 Euro zu viel im Vergleich zu güns­tigeren Angeboten. T-Mobile bietet Apples Flagschiff für einmalig 80 Euro plus 10 Euro im Monat an, wenn Kunden sich zwei Jahre lang an den Tarif Special Complete Mobil XL für 70 Euro im Monat binden. So laufen insgesamt Kosten von 1 999 Euro auf. Wählen Kunden die Allnet-Flat M von Cong­star, ebenfalls im D1-Netz, zahlen sie für das iPhone einmalig 100 Euro plus 25 Euro im Monat. Die Kombination kostet in 24 Monaten „nur“ 1 420 Euro, 579 Euro gespart. Im O2-Netz bei Mobilcom-Debitel sparen Kunden sogar 861 Euro.

963 Euro sparen beim Galaxy SIII

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963 Euro Ersparnis für Samsung Galaxy S III plus Allnet-Flat bei Mobilcom-Debitel im Vergleich zum Angebot von T-Mobile.

Auch bei Samsungs Galaxy SIII lohnen sich die Finanzierungs­modelle der Netz­betreiber nicht. Eine Kombination aus Handy und Tarif bietet Mobilcom-Debitel im O2-Netz: Das Smartphone und die Allnet-Flat kosten in zwei Jahren 957 Euro. Mehr als das Doppelte verlangt T-Mobile für die Kombination: 1 920 Euro. Die güns­tigere Alternative für alle, die ins D1-Netz wollen, liefert Cong­star, die Discount­tochter der Deutschen Telekom. Bei ihr zahlen Kunden in zwei Jahren 800 Euro weniger.

Wer mit einem Smartphone der Oberklasse lieb­äugelt, sollte sehr genau prüfen, welches Angebot am besten zu ihm passt. Besonders bei T-Mobile und Vodafone lohnt es sich nicht, das teure Handy über zwei Jahre abzu­stottern. Am Ende meist güns­tiger ist diese Part­nerschaft: das Smartphone beim Discounter zu finanzieren und es mit einer entsprechenden Allnet-Flatrate zu kombinieren.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Um von den güns­tigsten Konditionen zu profitieren, müssen Handy-Interes­sierte oft eine längere Beziehung zu ihrem Anbieter eingehen. Unsere Auswahl zeigt viele Tarife mit 24-monatiger Lauf­zeit. Bei einem Preis von knapp 25 Euro im Monat bieten nur die Tarife der Dril­lisch-Töchter Deutsch­land­Sim, HelloMobil, Maxxim, Phonex und Simply mit einer monatlichen Kündigungs­frist Flexibilität. Die hat sonst ihren Preis: 5 Euro mehr im Monat kosten die meisten anderen Tarife mit einer nur einmonatigen Lauf­zeit.

Nicht in allen Netzen günstig

Die güns­tigsten Angebote gibt es im E-Plus- und O2-Netz. Die preis­werteste Allnet-Flat in beiden Netzen bietet Mobilcom-Debitel für je knapp 25 Euro, im D1-Netz Cong­star für rund 30 Euro. Im D2-Netz stehen gleich mehrere Tarife für knapp 28 Euro monatlich bereit. Vor der Auswahl eines Tarifs sollte jeder über die Wahl des Netzes nach­denken. Nicht jedes Netz bietet an jedem Stand­ort die gleiche Empfangs­qualität. Der güns­tigste Allnet-Tarif nutzt wenig, wenn der Empfang zum Telefonieren, Surfen oder SMS-Schreiben nicht ausreicht. Will ich das Smartphone über­wiegend zuhause, am Arbeits­platz oder in der Innen­stadt nutzen? Diese Frage sollten Interes­senten vor Vertrags­abschluss beant­worten.

Tipp: Fragen Sie Nach­barn oder Arbeits­kollegen, wie zufrieden sie mit ihrem Netz in der jeweiligen Umge­bung sind. Informationen über den Netz­ausbau finden Sie auch auf den Internet­seiten der vier Netz­betreiber Base, T-Mobile, O2 und Vodafone.

Nicht alle mit gleichem Surftempo

Allnet-Flatrates Test

Auch bei den Daten­flatrates zum mobilen Surfen unterscheiden sich die Tarife. Oft sind 500 Megabyte Volumen inklusive. Wer sich täglich vier bis fünf Youtube-Videos ansieht und nebenbei viele Bilder hoch­lädt und E-Mails abruft, hat das Volumen schnell ausgeschöpft. Zwar entstehen dann keine Zusatz­kosten, aber die Anbieter drosseln die Geschwindig­keit deutlich. Die aufregende Beziehung zum Smartphone mutiert dann schnell zu einer lang­weiligen Routine. Auch ohne Bremse surfen Nutzer nicht in jedem Tarif mit der gleichen Geschwindig­keit. Vodafone bietet sehr schnelle 21,6 Megabit pro Sekunde. Die Stan­dard­geschwindig­keit liegt in der Regel bei 7,2 Megabit pro Sekunde. Die Surf­geschwindig­keit hängt aber immer vom Empfang ab und sollte daher nicht das Haupt­kriterium für die Wahl des Tarif­part­ners sein.

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