Allnet Flat Test

Alles drin. Allein im Café und doch mit der ganzen Welt verbunden. Das Smartphone dient vielen als Kommunikations­zentrale. Wer es mit einer Allnet-Flatrate nutzt, erhält vier Dienste zu einem Preis.

Günstig telefonieren, surfen und texten ist heute kein Problem mehr. Wer bereit ist, etwas mehr auszugeben, kommt in den Genuss praktischer Zusatz­dienste.

Es war einmal eine Zeit, in der Handys lang­sam Telefon­zellen ablösten. Damals war mobiles Telefonieren noch so teuer, dass Horrorgeschichten von mons­trösen Rechnungen kursierten. Ob die nun wahr oder bloße Ammenmärchen waren: Heute sind Mobil­funk­kosten leicht in den Griff zu bekommen – mit Allnet-Flatrates.

Ab rund 17 Euro können Nutzer mit den Rundum-sorglos-Paketen aus unseren Tabellen Allnet-Flatrates 500 MB, Allnet-Flatrates 1 000 MB unbe­grenzt in alle deutschen Hand­ynetze und ins inländische Fest­netz telefonieren, SMS senden und im Internet surfen. Nur Anrufe bei Sonderruf­nummern sowie Verbindungen ins oder aus dem Ausland sind nicht inbegriffen.

Aus rund 4 000 Tarifen haben wir die güns­tigsten Allnet-Flatrates ermittelt, bei denen SMS und mindestens 500 Megabyte Daten­volumen inklusive sind. Für viele Nutzer reichen 500 Megabyte völlig. Damit lassen sich tausende Mails senden, hunderte Internet­seiten aufrufen oder rund 125 Film­trailer ansehen. Außerdem kann der Kunde nach Über­schreiten des Daten­volumens kostenfrei weitersurfen – nur eben mit stark gedrosselter Geschwindig­keit.

Tipp: Loggen Sie Ihr Smartphone zuhause ins WLan-Netz ein. So senken Sie Ihren Mobil­funk-Daten­verbrauch.

Allnet Flat Test

Die güns­tigsten Tarife

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Allnet-Flats mit 500 Megabyte Daten­volumen gibts ab 16,95 Euro – etwa die Flat M 500 von Deutsch­land­Sim oder die Flat XS 500S plus von HelloMobil. Diese Tarife haben eine Mindest­lauf­zeit von nur einem Monat und laufen über das O2-Netz.

Wer auf dem Land wohnt und besonders schnell surfen will, hat mit den Netzen von Telekom und Vodafone bessere Chancen Netzqualität. Der güns­tigste Tarif im Telekom-Netz ist die Allnet Flat M von Cong­star zum Preis von 24,99 Euro. Im Vodafone-Netz kostet das Paket Smart von Mowotel mit 29,95 Euro am wenigsten.

Wer direkt über einen der zwei schnellsten Netz­betreiber surfen will, zahlt bei der Telekom 29,95 Euro für den Tarif MagentaMobil S und bei Vodafone 39,99 Euro für das Paket Red S.

Tarife für Vielsurfer

Wer unterwegs oft Videos guckt oder größere Dateien hoch- und runterlädt, braucht ein höheres ungebremstes Daten­volumen. Das kostet meist extra. Die güns­tigsten Tarife mit 1 Gigabyte gibt es aber schon für 19,95 Euro, etwa die Flat L 1000 von Deutsch­land­Sim oder die Flat XM 1000 plus von HelloMobil.

Der nied­rigste Preis für ein All-inclusive-Paket mit 2 Gigabyte (Deutsch­land­Sim Flat L 2000) liegt bei 24,95 Euro. Richtig teuer wird es bei 5 Gigabyte: Der Tarif Blue All-in XL von Hellomobil kostet44,99 Euro. Noch tiefer in die Tasche greifen müssen Telekom-Kunden für MagentaMobil L Plus (79,95 Euro) und Vodafone-Nutzer fürs Paket Red L (79,99 Euro) mit 4 Gigabyte.

Tipp: Unsere Tarif­experten haben sich auf Allnet-Flatrates ohne Zusatz­optionen konzentriert. Für Vielsurfer ist es aber oft güns­tiger, einen Tarif mit nied­rigerem Daten­volumen zu wählen und weitere Gigabyte bei Bedarf als Zusatz­option zu buchen. Wer beispiels­weise den Grund­tarif Aystar Prepaid von Ay Yildiz nimmt und ihn per Option auf 5 Gigabyte aufstockt, zahlt nur 34,90 Euro.

Eine eigene Sim-Karte fürs Tablet

Nutzer, die per Tablet ins Internet wollen, brauchen entweder Zugang zu einem WLan-Netz oder sie können mit der Tethering-Funk­tion ihr Smartphone als Router fürs Tablet verwenden WLan-Hotspot einrichten.

Einige Mobil­funkanbieter ermöglichen ihren Kunden noch eine dritte Variante: Über „Multicard“ oder ähnlich genannte Optionen kann der Nutzer eine zweite Sim-Karte erwerben. Die ist praktisch, wenn das Tablet einen entsprechenden Steck­platz hat. Dann ist es mithilfe der Sim-Karte in der Lage, eigen­ständig aufs Internet zuzugreifen. Meist kostet eine zweite Sim-Karte zwischen 2,95 Euro und 4,99 Euro pro Monat. In einigen teureren Tarifen gibt es sie gratis, etwa beim Paket Blue All-in L von O2 für 39,99 Euro.

Musik aus dem Netz hören

Allnet Flat Test

Hört, hört. Musik streamen, ohne dass Daten­volumen ange­rechnet wird: Bei einigen Mobil­funkanbietern ist das möglich.

Multicards haben – anders als eine Partner-Sim-Karte – keine eigene Rufnummer und meist kein separates Daten­volumen. Ihre Aktivitäten werden auf die Nutzung der Haupt-Sim-Karte ange­rechnet.

Musik­streaming-Dienste wie Juke, Napster oder Spotify spielen ihre Songs übers Internet ab, Test Musikstreaming-Dienste: 20 Millionen Songs für PC und Smartphone, test 7/2013. Das kann zu hohem Daten­verbrauch und einer frühen Drosselung der Surf­geschwindig­keit führen. Einige Tarife ermöglichen es jedoch, einen bestimmten Musik-Dienst zu nutzen, ohne den Daten­verbrauch anzu­rechnen.

Spotify-Kunden können diese Leistung bei der Telekom in Anspruch nehmen, Juke-Nutzer bei Mobilcom-Debitel. Dort gibt es das Juke-Abo für 8,99 Euro, regulär kostet es einen Euro mehr. Napster ist Partner von O2. Der Netz­anbieter rechnet zwar den Daten­verkehr mit ab, dafür kostet das Musikabo bei ihm nur 7,99 statt wie sonst 9,95 Euro. Die E-Plus-Marken Base und Ay Yildiz zählen den Daten­verbrauch von MTV Music Rhapsody ebenfalls mit.

Bei Vodafone fließt die Nutzung des Musik­dienstes Ampya auch in den Daten­verbrauch ein, allerdings erhält der Nutzer monatlich 500 Megabyte Zusatz­volumen.

Die Kosten fürs Musikabo kommen zum Tarifpreis hinzu. Ohne Daten­flat könnte das richtig teuer werden, da der Nutzer pro Megabyte bezahlen würde. Mit einer Allnet-Flat deckelt er die Kosten und schützt sich so vor gruselig hohen Rechnungen.

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