Ausgewählt ,  geprüft,  bewertet

Im Test: 21 elektrische Allesschneider (davon 5 Baugleichheiten, 1 Gerät für Linkshänder) sowie 1 handbetriebener Allesschneider mit Kurbel.

Einkauf der Prüfmuster: Juni 2008.

Preise: Anbieterbefragung Sept./Okt. 2008.

Abwertungen

Bei einem „ausreichenden“ Urteil für die Sicherheit kann das test-Qualitätsurteil höchstens eine Note besser sein. Lautet das Urteil für den Schutz vor unbeabsichtigtem Einschalten oder für den Fingerschutz beim Einschalten „ausreichend“, so kann das Gruppenurteil Sicherheit nicht besser sein. Bei „ausreichendem“ Fingerschutz beim Schneiden kann das Urteil für die Sicherheit maximal eine Note besser sein.

Schneiden: 45 %

Verschiedene Lebensmittel wurden aufgeschnitten. Beurteilt wurden die Gleichmäßigkeit der Scheibendicke und das Schnittbild an den Kanten bzw. eine Verformung der Scheiben. Unter Anleitung eines Testleiters schnitten und beurteilten drei mit der Verwendung eines Allesschneiders vertraute Personen nach einigen Probeschnitten jeweils 5 Scheiben. Aufgeschnitten wurden: Vollkorn- und Krustenbrot (5 mm dick), Weißbrot (12 mm), harte Salami (1 mm) und Jagdwurst (3 mm) jeweils mit Pelle, geräucherter Schinken (1 mm), warmer Kasslerbraten (10 mm), Carpaccio aus angefrorenem Rindfleisch (2 mm), junger Gouda und Tilsiter (je 2 mm). Sämtliche Lebensmittel wurden mit dem mitgelieferten Universalmesser geschnitten. Zudem wurden die lieferbaren Sondermesser für die Lebensmittel verwendet, für die sie laut Anbieter geeignet sein sollen.

Handhabung: 35 %

Gebrauchsanleitung: Ein Experte beurteilte die Gebrauchsanleitungen, wichtig waren Vollständigkeit, Layout und Verständlichkeit. Zwei Experten und die drei Personen, die die Le­bensmittel aufgeschnitten haben, beurteilten unter Anleitung eines Testleiters jedes Gerät.

Schnittstärke einstellen: U. a. Kennzeichnung, Position und Griffigkeit des Bedienelements. Schneiden: U. a. Ein- und Ausschalten, Führen der Lebensmittel mit dem Schlitten, Verwendung des Restehalters, Griffigkeit der Bedienelemente.

Reinigen: Nach den Schneidprüfungen wurden die Geräte gereinigt und das Reinigen bewertet. Dazu gehörte auch das Abnehmen einzelner Bauelemente, Aus- und Einbauen der Messer. Dabei wurden auch Kraftaufwand und eventuelle Verletzungsmöglichkeiten festgestellt und bewertet.

Geräusch: 5 %

Das Geräusch wurde sowohl im Leerlauf als auch beim Schneiden von Salami gemessen, der Schalldruckpegel in Anlehnung an DIN EN 60704-2-11 in Ohrnähe eines Nutzers ermittelt. Zusätzlich beurteilten drei Personen Lautstärke und Tonlage.

Verarbeitung: 10 %

Die Stabilität der Anschlagplatte prüften wir in Anlehnung an den Normenentwurf Elektro-Schneidemaschinen, Verfahren zur Messung der Gebrauchseigenschaften für zwei Kräfte und Positionen. Die Messerhärte wurde in Anlehnung an DIN EN ISO 6507-1 ermittelt und beurteilt. Ferner wurde die Korrosionsbeständigkeit der Messer in Anlehnung an DIN EN 6270-2 bestimmt. Dabei ergaben sich keine Mängel oder Auffälligkeiten.

Sicherheit: 5 %

Sicherheitsprüfungen erfolgten für ausgesuchte elektrische und mechanische Kriterien in Anlehnung an DIN EN 60 335-1 und 60 335-2-14. Schutz vor unbeabsichtigtem Einschalten: Konstruktion und Lage sowie Kraftaufwand für die Betätigung der Einschaltelemente. Besonders wichtig war, ob der Ein-/Ausschalter von Kindern leicht erreicht und betätigt werden kann. Wir ermittelten, ob es einen wirksamen Fingerschutz beim Einschalten gibt oder ob durch Konstruktion und Anordnung von Einschaltelement und Messer die Möglichkeit besteht, beim Einschalten an das Messer zu gelangen. Die Wirksamkeit des Restehalters und die Abmessungen des Schlittens waren Grundlage für die Bewertung Fingerschutz beim Schneiden. Die Standfestigkeit der Geräte wurde bewertet. Elektrische Mängel wurden nicht festgestellt.

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