Vorbeugen ist besser als behandeln. Das gilt auch für Allergien. Schon in der Schwangerschaft und in den ersten Lebens­jahren können Eltern einiges tun, um Allergierisiken ihres Kindes zu senken. Doch was hilft? Das Allergie-Beratungs­telefon für werdende Eltern klärt auf - über Ernährung und Allergie­vorbeugung. test.de stellt das Angebot vor.

Netz­werk für junge Familien

Das Allergie-Beratungs­telefon gehört zum Projekt „Gesund ins Leben - Netz­werk Junge Familien“ des Bundes­ernährungs­ministeriums (BMELV), das der aid info­dienst koor­diniert. Weitere Projekt­teilnehmer sind unter anderen der Deutsche Allergie- und Asth­mabunds (DAAB) und das Präventions- und Informations­netz­werk Allergie/ Asthma (pina). Ihre Experten betreuen das Beratungs­telefon. Ziel des Projekts: Allergien bei Kindern möglichst zu verhindern und gesunde Ernährung in den Familien zu fördern. Eltern und diejenigen, die Kinder bekommen möchten, können einiges dafür tun - vor und während der Schwangerschaft sowie in den ersten Jahren nach der Geburt.

Was hilft

Grund­sätzlich gilt: Auch wenn Eltern alles „richtig“ machen, es gibt keine Garantie dafür, dass ihr Kind allergiefrei bleibt. Vor allem dann, wenn die Familie erblich vorbelastet ist. Die Allergie-Experten weisen aber darauf hin, dass Eltern mit wenigen einfachen Maßnahmen das Allergie-Risiko für ihr Kind senken, den Ausbruch einer Allergie verzögern und damit einhergehende Beschwerden mildern können. Was hilft:

  • Verzicht aufs Rauchen: Rauchen gehört zu den größten Allergierisiken. Schwangere und stillende Mütter sollten gar nicht rauchen. Kinder sollten in einer rauch­freien Umge­bung leben.
  • Gesunde Ernährung: Schwangere und stillende Mütter sollten sich ausgewogen und abwechs­lungs­reich ernähren. Dabei können sie meist alles essen und trinken, was ihnen schmeckt und sie gut vertragen. Ausnahme: Alkohol. Am besten verzichten sie darauf während der Schwangerschaft und in der Still­zeit.
  • Stillen: Stillen hilft, Kinder vor Allergien zu schützen. Das belegen Studien. Wenn möglich, sollten Mütter ihr Kind die ersten vier bis sechs Lebens­monate ausschließ­lich stillen. Alternativ dazu können Eltern ihr allergiegefähr­detes Baby mit hyper­allergener Nahrung füttern.
  • Wohn­räume: Die eigenen vier Wände sollten weit­gehend schad­stoff­frei sein. Erst recht, wenn ein Baby da ist. Schimmel etwa sollten Eltern aus den Wohn­räumen entfernen lassen. Er macht krank und kann Allergien auslösen.
  • Tiere: Nicht alle Haustiere gelten für allergiegefähr­dete Babys als problematisch, zum Beispiel Hunde. Nach Aussage der Experten ist es aber sicher, dass allergiegefähr­dete Säuglinge in einer Umge­bung ohne Katzen besser aufgehoben sind.

Allergie-Beratung

Telefon: 0 18 05/05 22 51
Mo bis Fr 9.30 bis 12 Uhr
(14 Cent/Minute aus dem Fest­netz der Deutschen Telekom;
maximal 42 Cent/Minute aus dem Mobil­funk)

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