Seit letztem Jahr müssen die zwölf Hauptallergene auf der Zutatenliste erscheinen, auch wenn sie nur in Minimengen in einem Lebensmittel vorkommen. Trotzdem können sich Nahrungsmittelallergiker nicht immer auf die Deklaration verlassen. Zum Beispiel beim Allergieprovokateur Sellerie: In 11 von 19 Produkten wie Trockensuppen und Soßenpulvern hat das bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit Sellerie nachgewiesen, obwohl er nicht als Zutat genannt war. Womöglich handelt es sich um Spuren. Die können unbeabsichtigt ins Lebensmittel gelangen – etwa wenn im Betrieb andere Produkte mit allergenen Bestand­teilen über Fließbänder und durch Abfüllanlagen gelaufen sind.

Und auch das zeigte die Fahndung: Den freiwilligen Hin­weis der Anbieter „kann Spuren von ... enthalten“ sollten Allergiker ernst nehmen. Stand der Satz auf einem Produkt, war Sellerie immer auch vorhanden. Selbst winzige Mengen reichen oft für eine allergische Reaktion.

Rund acht Prozent der Kleinkinder bis drei Jahre reagieren allergisch auf Lebensmittel, meist Kuhmilch oder Hühnerei. Das verliert sich häufig bis zum Schulalter. Von den Erwachsenen müssen etwa zwei Prozent aufpassen.

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