Eine Blutentnahme wegen des Verdachts auf eine Alkoholfahrt muss grundsätzlich von einem Richter angeordnet werden. Können die Polizeibeamten aber keinen Richter erreichen, weil es keinen richterlichen Bereitschaftsdienst gibt, und ordnen sie die Blutentnahme wegen Gefahr im Verzug selbstständig an, ist auch das rechtmäßig. Die Ergebnisse der Blutentnahme können dann in einem späteren Verfahren als Beweismittel genutzt werden (Bundesverfassungsgericht, Az. 2 BvR 1596/10).

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