Wer mehr als 48 Stunden pro Woche arbeitet, trinkt öfter riskante Mengen an Alkohol. Zu diesem Ergebnis kommt ein interna­tionales Wissenschaft­lerteam, das 61 Studien mit mehr als 334 000 Teilnehmern auswertete. Als riskant gelten bei Frauen mehr als 14 Gläser pro Woche, bei Männern mehr als 21. Bei den Work­aholics lag das Risiko für riskanten Alkohol­konsum um 13 Prozent höher als bei Beschäftigten mit 40-Stunden-Woche – unabhängig von Geschlecht, Alter oder sozialem Status. Alkohol­konsum wird mit Herz­kreis­lauf­problemen, Depressionen und Schlaf­mangel in Verbindung gebracht. Vielen helfe er aber wohl, Stress bei der Arbeit oder Probleme mit Mitarbeitern und Vorgesetzten zu verdrängen, vermuten die Autoren. Dieser Stress werde durch viele zusätzliche Arbeits­stunden noch verstärkt. Die Studien­ergeb­nisse bestärken die Arbeits­zeit-Richt­linie der EU. Sie begrenzt die wöchentliche Arbeits­zeit auf 48 Stunden.

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