Aldi-Notebook Schnelltest

Gerade mal sechs Wochen nach dem letzten Modell bietet Aldi - am Mittwoch im Norden und am Donnerstag im Süden - erneut ein Notebook für 999 Euro an. Clou des Geräts: Es hat das neue Windows Vista auf der Festplatte. Weitere Änderungen zum Vormodell: Der Bildschirm ist um 2 auf 17 Zoll gewachsen. Der Grafikprozessor bringt mehr Leistung und hat mehr eigenen Speicher. Ansonsten ist alles wie gehabt: Ein 1,6 GHz Centrino-Doppelkern-Prozessor bedient 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die Festplatte bietet 160 Gigabyte Speicherkapazität, und DVB-T-Fernsehempfang ist gleich mit an Bord. Im Schnelltest muss das Aldi-Notebook zeigen, was es leistet.

Genügend Leistung

Diesmal ist wirklich ein Prozessor vom Typ T 2050 drin. Das letzte Notebook kam noch mit dem etwas schnelleren Modell T 2300 daher, obwohl auch damals die Werbung schon nur den etwas kleineren Prozessor angekündigt hatte. In der Leistung machts keinen spürbaren Unterschied. Alle gängigen Anwendungen bis hin zum Videoschnitt schafft das Notebook locker und ohne störende Verzögerungen. Einzige Einschränkung: Die allerneuesten 3D-Spiele laufen nur mit eingeschränktem Tempo über den Schirm. Gegenüber dem Dezember-Notebook sorgt der etwas größere Grafikprozessor allerdings für einen spürbaren Fortschritt. Er schafft mehr Bilder pro Sekunde und sorgt damit auch noch für einen flüssigen Spielverlauf, wo das Geschehen auf dem Bildschirm im Dezember noch ins Stocken geriet.

Ausdauer in engen Grenzen

Größte Schwäche des Dezember-Notebooks war die Kondition. Auch das neue Notebook hält mit 104 Minuten DVD-Wiedergabe pro Akkuladung kaum länger durch. Selbst Spielfilme mit nur leichter Überlänge schafft das Notebook im Akkubetrieb nicht in einem Rutsch. Dabei hat Aldi-Lieferant Medion dem Notebook einen deutlich besseren Akku spendiert als dem Dezember-Modell. Grund: Wegen des auf 17 Zoll vergrößerten Bildschirms liegt der Stromverbrauch deutlich höher als noch beim Dezember-Notebook. Im Leerlauf verbraucht es das aktuelle Modell 41 Watt. Dem Dezember-Notebook reichten noch 27 Watt.

Lob für den Bildschirm

Der Bildschirm kommt bei den Ingenieuren im test-Labor gut an. Erneut ist die Oberfläche matt, so dass auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen kaum Reflektionen den Blick auf den Monitor stören. Helligkeit, Kontrast und nutzbarer Blickwinkel sind erfreulich groß. Das 16 zu 10 Format ist ein guter Kompromiss zwischen dem 4 zu 3 herkömmlicher Bürobildschirme und dem für Spielfilme optimierten 16 zu 9 Breitbildformat.

Windows Vista: Fortschritt mit Sicherheitsgewinn
test-Kommentar: Harte Konkurrenz
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

Dieser Artikel ist hilfreich. 482 Nutzer finden das hilfreich.