Schritt für Schritt den Schlaf zurück­er­obern

In vielen Fällen können Albtraum­geplagte ihr nächt­liches Leid auf eigene Faust lindern. Die Imagery Rehearsal Therapy (IRT) lässt sich auch ohne professionelle Unterstüt­zung umsetzen.

  • Aufschreiben. Bringen Sie Ihren Albtraum möglichst detailliert zu Papier, auch wenn Sie das als belastend empfinden. Allein dieser Schritt kann die Häufig­keit der nächt­lichen Schre­ckens­bilder schon verringern.
  • Umschreiben. Über­legen Sie sich, wie Sie die Hand­lung des Traumes verändern können. Es darf eine ganz lang­weilige Wendung sein oder eine besonders lustige, ein Helfer, ein Detail zu Ihren Gunsten. Sie sollten aber nicht weglaufen oder davon­fliegen. Damit bewältigen Sie die Situation nicht aktiv und vermeiden eine positive Lösung. Fällt Ihnen nichts ein, lassen Sie sich von einem Vertrauten helfen. Sobald das neue Dreh­buch steht, schreiben Sie auch die neue Hand­lung im Detail auf. Kinder können den Traum und das positive Ende aufmalen. Eltern sollten ihnen dabei helfen.
  • Verinnerlichen. Spielen Sie nun zwei Wochen lang mindestens einmal pro Tag die neue Hand­lung in Gedanken durch. Szene für Szene. Nehmen Sie sich dafür fünf bis zehn Minuten Zeit und schließen Sie dabei die Augen. Lassen Sie den neuen Film vor Ihrem inneren Auge ablaufen.
  • Dranbleiben. Bei mehreren wieder­kehrenden Albträumen: Wählen Sie zu Beginn nicht den schlimmsten. Der könnte zu stark aufwühlen. Und: Geben Sie nicht gleich auf, wenn der Traum zunächst doch wieder­kommt.
  • Hilfe suchen. Schlafen Sie nach zwei Versuchen mit IRT – also nach etwa vier Wochen – noch immer nicht besser, sollten Sie einen Psycho­therapeuten, Psychiater oder einen Schlafmediziner zurate ziehen.

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