Die ehemaligen Verantwortlichen der Kapitalanlagefirma Akzenta AG in Neubeuern sind vom Landgericht München II wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden. Wie berichtet, hatten sie Anlegern und Geschäftsleuten dubiose Umsatzbeteiligungen angedreht und dabei Schäden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht.

Die Verurteilung der Verantwortlichen erhöht die Erfolgschancen für Schadenersatzklagen von Geschädigten, sagt Anlegeranwalt Jürgen Klass aus München. Die Staatsanwaltschaft hat etwa 2,5 Millionen Euro bei der Akzenta AG beschlagnahmt.

Der frühere Vorstandsvorsitzende Ulrich Chmiel soll für sechs Jahre und neun Monate, die Ex-Vorstandsmitglieder Oliver Braun und Chmiel-Sohn Alexander sollen für jeweils fünf Jahre ins Gefängnis. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Finanztest hatte die Akzenta AG schon im Jahr 2000 auf die Warnliste: Geldanlageangebote gesetzt.

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