Therapeuten: Qualitätscheck

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Regelung für die Ausbildung in Akupunktur. Das Spektrum reicht von Schnellkursen bis zu aufeinander aufbauenden, mehrjährigen Seminaren. Einige Fachgesellschaften verlangen eine Mindestzahl von Fortbildungsstunden, bevor sie ein Zertifikat ausstellen. Ärzte, die Patienten im Rahmen der Deutschen Akupunkturstudie und anderer Modellversuche behandeln, müssen eine Grundausbildung mit mindestens 140 Fortbildungsstunden und einer Prüfung nachweisen. An den Modellversuchen können Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen teilnehmen, die unter Migräne, Spannungskopfschmerz, Kreuzschmerz oder Kniegelenkarthrose leiden. Wer nicht an den von den Krankenkassen finanzierten Studien teilnimmt und die Behandlung privat bezahlt, sollte den Therapeuten nach seiner Qualifikation befragen, etwa wo er seine Ausbildung gemacht hat und wie lange sie gedauert hat. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls bei der entsprechenden Fachgesellschaft nach deren Ausbildungsstandards.

Auch wichtig: Wie ausführlich ist das Aufnahmegespräch? Wie gründlich ist die Diagnose? Ist der Therapeut bereit, Fragen nach dem Ablauf und Ziel der Behandlung zu beantworten? Unhaltbare Heilversprechen sollten misstrauisch machen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1674 Nutzer finden das hilfreich.