Therapie: Stichwort Akupunkturbehandlung

Während einer Akupunktursitzung bleiben die Nadeln zwischen 10 und 30 Minuten in der Einstichstelle. Die Anzahl der Nadeln variiert, meist werden 12 bis 20 gesetzt. Sitzungen werden täglich (bei einer Akutbehandlung) oder wöchentlich (bei chronischen Erkrankungen) wiederholt. Ein Behandlungszyklus umfasst 10 bis 12 Sitzungen, maximal 20.

Nach einer Pause von mehreren Monaten kann ein zweiter Zyklus beginnen. Zeigt sich nach den ersten fünf Sitzungen keinerlei Besserung, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Einige Menschen sprechen auf Akupunktur nicht an.

Stichpunkte

Traditionelle chinesische Körperakupunktur: Je nach Schule gibt es mehrere Hundert bis Tausend Punkte, die über den gesamten Körper auf Leitbahnen, den Meridianen, verteilt sind. Die Akupunkturpunkte werden je nach Erkrankung und Zustand des Patienten individuell ausgewählt.

Westliche Körperakupunktur: Für einige Indikationen, etwa Übelkeit, haben sich bestimmte Punktkombinationen bewährt. Ausschließlich angewandt („Rezeptakupunktur“), widerspricht das allerdings dem individuellen Ansatz der Akupunktur.

Mikrosystemakupunktur: Verschiedene Schulen grenzen die Akupunkturpunkte auf bestimmte Körperregionen ein. Übliche Formen sind die im Westen entwickelte Ohrakupunktur (zum Teil als Dauernadelung über mehrere Tage), Hand- und Schädelakupunktur sowie die Mundakupunktur.

Stichwerkzeuge

Nadeln: Das Stechen in die Akupunkturpunkte soll ein Ziehen, Kribbeln, Pulsieren oder Wärmegefühl auslösen. Die Stichtiefe variiert von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern. Zum Teil wird durch Drehen der Nadeln der Reiz erhöht.

Elektroakupunktur: Schwacher Strom an den Nadeln soll die Stimulation verstärken.

Moxibustion: Dabei werden die Nadeln oder Akupunkturpunkte durch das Abbrennen von gepresstem Beifußkraut erhitzt.

Akupressur: Die Akupunkturpunkte werden bei der Akupressur anstatt mit Nadeln mit kreisenden Fingerbewegungen stimuliert. Die Wirkung ist schwächer als bei der Nadeltechnik.

Laser: Die Akupunkturpunkte werden für einige Sekunden mit einem Laser bestrahlt. Die Wirkung ist deutlich schwächer als bei der Nadeltechnik und zeigt in der Regel nur bei Kindern Erfolg.

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