Wie steht es im Alter um die sexuell aktive Lebenserwartung? US-Forscher haben dazu jetzt Studienergebnisse vorgelegt. Im Abstand von etwa zehn Jahren befragten sie zwei repräsentative Gruppen von jeweils rund 3 000 US-Amerikanern – Männer und Frauen zwischen 57 und 74 Jahren, einige bis 85 Jahre alt und auch junge Menschen.

Viele Ältere sind sexuell aktiv – das ist bekannt. Partnerschaft und sexuelle Aktivität sind bei ihnen positiv mit „Gesundheit“ verknüpft. Dass die Häufigkeit sexueller Aktivität, deren Qualität und das Sexinteresse mit dem Begriff Gesundheit verbunden werden, ist neu.

In den USA hat zudem seit dem Jahr 2000 das Interesse von mittelalten und älteren Männern an Sex stark zugenommen – wohl eine Folge von Viagra und Co. 55 Jahre alte Männer haben laut Studie im Schnitt noch 15 sexuell aktive Lebensjahre vor sich, bei gleich alten Frauen sind es 10,6 Jahre. Obwohl die Zeitspanne mit einem aktiven Sexualleben für Männer länger ist, können sie durch schlechte Gesundheit mehr sexuell aktive Jahre verlieren als Frauen. Die Qualität des Sexuallebens wird durch einen als schlecht empfundenen Gesundheitszustand beeinträchtigt. Männer im höheren Alter haben mehr Interesse an Sex als Frauen gleichen Alters. Sie finden ihren Sex auch befriedigender als gleich alte Frauen. Rund die Hälfte aller sexuell aktiven älteren Frauen berichtet über ein Sexualleben niedriger Qualität.

Fazit: Ein gesundheitsbewusstes Leben steigert die Lebenserwartung, ermöglicht im Alter ein aktives Sexualleben – noch ein Argument für einen gesunden Lebensstil bereits in jungen Jahren.

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