Aktionstag Nachhaltiges Waschen Meldung

600 000 Tonnen Waschmittel, 6 Milliarden Kilowattstunden Energie und 330 Millionen Kubikmeter Wasser gehen allein in Deutschland jedes Jahr für Wäschewaschen und Geschirrspülen drauf. Der heutige Aktionstag will zum nachhaltigen Waschen anregen. test.de macht mit und gibt Tipps.

Lange waschen

Beim Wäschewaschen gilt die Devise: Lieber lang als kurz. Kurzprogramme verbrauchen vergleichsweise viel Wasser und Energie. Außerdem können manche Waschmittel in der kurzen Zeit nicht ihre volle Reinigungskraft entfalten. Besser wäre ein langes Waschprogramm. Denn optimale Waschergebnisse hängen von vier Faktoren ab: Zeit, Temperatur, Waschmittel und Mechanik. Ein Mehr oder Weniger eines Faktors lässt sich durch Änderung der übrigen Faktoren ausgleichen.

40 Grad reichen

Oft reichen beim Wäschewaschen auch Wassertemperaturen von 40 Grad Celsius oder niedriger aus. Hauptsache die Maschine wäscht lang genug. Das spart trotzdem Energie. Denn für das Heizen des Wassers verbraucht die Maschine wesentlich mehr Energie als für das Drehen der Trommel. Auch den Waschmitteln reichen 40 Grad-Programme, um ihre Enzyme zu aktivieren. Nur hartnäckige Flecken und ansteckende Krankheitskeime erfordern 60 Grad Celsius.

Besser mit Wärmepumpe

Zum Nulltarif trocknet Wäsche nur an der frischen Luft. Aber nicht jeder hat einen Dachboden oder Heizungsraum zum Trocknen. Wer deshalb mit einem elektrischen Wäschetrockner liebäugelt, sollte einen Kondensationstrockner mit Wärmepumpe kaufen. Die sind zwar teuer, verbrauchen aber nur halb so viel Strom wie herkömmliche Geräte. Bei zehn Jahren Laufzeit kosten Trockner mit Wärmepumpe einige Hundert Euro weniger als Trockner ohne Wärmepumpe.
Weitere Tipps: für saubere Wäsche und gesunde Umwelt

Schwache Spülkraftverstärker

40-Grad-Programme bieten auch manche Geschirrspüler. Die Geschirrspültabs versprechen, auch bei niedrigen Temperaturen blitzblank zu putzen. Spülkraftverstärker, auch „Niedrigtemperaturaktivatoren“ genannt, sollen Enyzme und Bleichmittel schon bei weniger als 50 Grad aktivieren. Doch bei vielen Tabs schlafen die Wirkstoffe bei niedrigen Temperaturen noch. Im aktuellen Test lieferten bei 40 Grad nur Somat 9 sowie gut & günstig Multipower 7 von Edeka rundum sauberes Geschirr.

Sparsame Zeolithgeräte

Trotzdem lässt sich auch beim Geschirrspülen Energie sparen und die Umwelt schonen. Zum Beispiel mit einem Geschirrspüler mit Zeolithtechnik. Solche Geräte machen sich die Eigenschaft des Minerals Zeolith zunutze, Feuchtigkeit und Wärmeenergie abwechselnd zu speichern und abzugeben. So spülen Zeolithgeräte im Sparprogramm eine komplette Ladung mit 11 Litern Wasser und 0,8 Kilowattstunden Strom. Zum Vergleich: Weniger sparsame Geräte verbrauchen rund ein Drittel mehr.
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