Die Zahl der Aktionäre in Deutschland wird sich nach Auffassung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) in den nächsten 10 Jahren verdoppeln. Derzeit besitzen in Deutschland knapp über fünf Millionen Bundesbürger Anteilscheine an Unternehmen. Die Gründe für die Zunahme der Aktionäre sieht Rüdiger von Rosen, Vorstandssprecher des DAI, vor allem in einer positiven Entwicklung einer Aktienkultur, die mit dem Börsengang der Telekom und der Einführung des Euro einen kräftigen Schub bekommen habe.

Außerdem habe das mangelnde Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung vor allem bei der jüngeren Generation ein steigendes Interesse an der Wertpapieranlage geweckt. Sollte sich die Zahl der Aktionäre in den nächsten zehn Jahren tatsächlich verdoppeln, hätte Deutschland das Niveau des angloamerikanischen Raumes erreicht. Auch bei Fonds werden Aktien immer beliebter. Erstmals investierten die Deutschen in diesem Jahr mehr Geld in Aktien- als in Rentenfonds.

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