Tipps

Allgemein:

  • Marktmeinung. Wenn Sie mit steigenden Aktienkursen rechnen, sollten Sie auf eine Strategie setzen, um mehr herauszuholen. Wenn Sie mit fallenden Märkten rechnen, bringt es nichts, jetzt einzusteigen. In solchen Phasen kann eine Strategie Verluste nur mildern. Wenn Sie fallende Kurse für wahrscheinlich halten, sollten Sie aussteigen und das Geld auf einem Tagesgeldkonto parken, bis Sie bessere Chancen sehen.
  • Beweglichkeit. Kleben Sie nicht sklavisch an der gewählten Strategie, sondern hinterfragen Sie jeden einzelnen Wert, den Sie aufgrund Ihrer Strategie wählen müssten. Aktien mit unsicherem Geschäftsmodell oder vagen Aussichten gehören nicht ins Depot.
  • Depotanteil. Die Aktien Ihres Strategiedepots sollten nicht mehr als rund 10 Prozent Ihres gesamten Anlagekapitals stellen.

Für die einzelnen Strategien:

  • Trendfolgestrategie. Ins Depot gehören die Papiere, die sich im Vormonat am günstigsten entwickelt haben. Sortieren Sie die Aktien von Unternehmen aus, für die ein Übernahmeangebot zu einem festen Preis vorliegt. Deren Aktienkurs wird dann nämlich kaum noch weiter steigen.
  • Umkehrstrategie. Sie kaufen die Aktien, die im Vormonat die höchsten Kursverluste erlitten haben. Der Kauf lohnt sich aber nur, wenn der Kurs aufgrund von Spekulationen oder vorübergehenden Geschäftsproblemen unter Druck geraten ist. Die Umkehrstrategie führt jedoch oft zu Unternehmen, deren Entwicklung unklar ist oder sich bereits erledigt hat. Beispiele aus den vergangenen Jahren: Comroad, Gigabell, Pixelpark und Holzmann.
  • Dividendenstrategie. Sie führt zu Aktien, für die es zuletzt die im Verhältnis zum aktuellen Kurs höchste Rendite gab. Vorsicht ist angebracht bei Aktien mit im Vergleich zum Markt überproportionalen Kursverlusten. Ursache ist oft eine ungünstige Geschäftsentwicklung, die zur Dividendenkürzung oder sogar -streichung führen kann.
  • Schwergewichtsstrategie. Ins Depot kommen Aktien der Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert. Er ergibt sich aus der Zahl der Aktien und dem Aktienkurs. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie generell sinkende Aktienkurse für möglich halten. Die Erfahrung zeigt, dass die Aktien der Börsenschwergewichte im Falle einer Baisse oft besonders stark verlieren.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1106 Nutzer finden das hilfreich.