Die Schwergewichtsstrategie

Die Grundlagen: Die Schwergewichtsstrategie setzt auf die Firmen mit dem höchsten Börsenwert (Marktkapitalisierung). Er ergibt sich, indem man die Zahl der ausgegebenen Aktien mit dem Kurs multipliziert. Steigen die Kurse, erhöht sich der Börsenwert, sinken die Kurse, sinkt auch er. Die Schwergewichte an den deutschen Börsen sind extrem stabil. So gehörte die Deutsche Telekom im gesamten Untersuchungszeitraum zu den größten Werten. Fast immer waren auch die Allianz und Siemens dabei. Kurzfristig vertreten waren die Münchner Rückversicherung, Eon, DaimlerChrysler, die Deutsche Bank und SAP.

Die Idee: Wenn der Index steigt, werden die darin besonders hoch gewichteten Unternehmen zwangsläufig mitgezogen.

Chance: Die Schwergewichtsstrategie funk­tionierte in steigenden Märkten gut. So konnten Anleger in den Boomjahren um die Jahrtausendwende mit Aktien, die sie mit dieser Strategie gewählt hatten, die maßgeblichen Vergleichsindizes schlagen. Da die Unterschiede zwischen monatlicher und jährlicher Depotumschichtung meist gering sind, eignet sich die Strategie auch für solche Anleger, die sich nicht so intensiv mit der Börse beschäftigen wollen.

Risiko: Schwergewichtige Aktien leiden besonders stark unter fallenden Märkten. Außerdem wird ein zu hoher Börsenwert mitunter zur Bürde, da er die Kursfantasie nach oben begrenzt.

Aktien aus den Indizes am 28. November: Deutsche Telekom, SAP, Siemens

Schwergewichts-
strategie im Zeitraum ...

Wertentwicklung in % bei Depotanpassung ...

Zum Vergleich

monatlich

halbjährlich

jährlich

Dax 30

Tec Dax

MDax

31.10.98 bis 31.10.99

33,6

34,8

34,8

18,3

44,2

4,7

31.10.99 bis 31.10.00

33,4

10,0

6,4

28,1

27,7

22,8

31.10.00 bis 31.10.01

-44,4

-45,0

-45,0

-35,6

-77,8

-16,9

31.10.01 bis 31.10.02

-47,6

-40,4

-47,5

-30,8

-58,2

-23,8

31.10.02 bis 31.10.03

2,6

13,7

13,7

16,0

29,0

39,7