Die Umkehrstrategie

Grundlagen: Der Anleger setzt auf die Unternehmen, deren Kurse am stärksten gefallen sind.

Die Idee: In der Vergangenheit entpuppten sich die niedrigen Kurse oft als günstige Kaufgelegenheiten. Die Verluste wurden später wieder wettgemacht, was dem frühzeitig eingestiegenen Anleger hohe Wertzuwächse bescherte. Der Anleger setzt also darauf, dass der Kursrückgang ungerechtfertigt oder zumindest übertrieben war und in absehbarer Zeit korrigiert wird.

Chance: Anleger können versuchen, billig an grundsolide Aktien zu kommen. Immer wieder geraten Unternehmen vorübergehend unter Druck, weil kurzfristig Sand im Geschäftsgetriebe ist oder negative Schlagzeilen die Zukunftsaussichten trüben. Zum Beispiel bricht bei Pharmafirmen mit schöner Regelmäßigkeit der Aktienkurs ein, wenn die Gesundheitsbehörden einem neuen Medikament die Zulassung verweigern. In manchen Fällen ist die Zulassung aber nur aufgeschoben und die Gewinnprognose des Unternehmens ohnehin kaum beeinträchtigt.

Risiko: Die Umkehrstrategie bringt bei systematischer Anwendung relativ schlechte Resultate. Es wandern allzu viele Aktien ins Depot, die aus gutem Grund stark gefallen sind. In ein Unternehmen mit düsteren Zukunftsperspektiven sollten Anleger auch dann nicht investieren, wenn die Aktie spottbillig ist.

Aktien aus den Indizes am 28. November: WCM, Zapf Creation, SGL Carbon.

Umkehrstrategie
im Zeitraum ...

Wertentwicklung in % bei Depotanpassung ...

Zum Vergleich

monatlich

halbjährlich

jährlich

Dax 30

Tec Dax

MDax

31.10.98 bis 31.10.99

-54,2

17,3

-1,2

18,3

44,2

4,7

31.10.99 bis 31.10.00

-4,4

-34,5

-0,3

28,1

27,7

22,8

31.10.00 bis 31.10.01

-64,5

-87,3

-79,1

-35,6

-77,8

-16,9

31.10.01 bis 31.10.02

-30,8

-56,7

-63,8

-30,8

-58,2

-23,8

31.10.02 bis 31.10.03

79,8

117,8

25,9

16,0

29,0

39,7