Die Trendfolgestrategie

Grundlagen: Der Anleger pickt sich die Aktien heraus, die in der jüngsten Vergangenheit am besten gelaufen sind.

Die Idee: Die Börsenerfahrung lehrt, dass Trends über mehrere Monate stabil bleiben und die Gewinner von gestern auch die Sieger von morgen sind.

Chance: Die Strategie funktioniert gut in Börsenphasen mit positiver Grundtendenz. Besonders bei monatlicher Anpassung konnten Anleger im so genannten Bullenmarkt traumhafte Renditen erzielen. In den vergangenen zwei Jahren funktionierte die Strategie bei nur halbjährlicher Depotanpassung sogar noch etwas besser. Hier spielte aber der Zufall die Hauptrolle. Welcher Anleger konnte schon ahnen, dass der Dax-Stand von rund 2 200 Punkten aus dem März 2003 die Basis für einen fulminanten Aufschwung sein würde? Außerdem hatte der halbjährlich austauschende Trendfolge-Anleger ein Riesenglück mit der Puma-Aktie, die ihm im Katastrophenjahr 2002 ins Netz ging und sein Depot in Schwung brachte.

Risiko: In schlechten Börsenphasen sehen Trendfolger mitunter alt aus. Die ehemaligen Favoriten stürzen oft viel stärker ab als der Marktdurchschnitt, weil viele Anleger durch einen schnellen Verkauf ihre Ge­winne sichern wollen. Wenn es extrem schlecht läuft, lässt selbst eine monatliche Umschichtung nicht genügend Zeit, die Verluste zu begrenzen.

Aktien aus den Indizes am 28. November: Elmos, Suess Microtech, Wedeco.

Trendfolgestrategie
im Zeitraum ...

Wertentwicklung in % bei Depotanpassung ...

Zum Vergleich

monatlich

halbjährlich

jährlich

Dax 30

Tec Dax

MDax

31.10.98 bis 31.10.99

273,2

-15,0

43,7

18,3

44,2

4,7

31.10.99 bis 31.10.00

261,4

3,4

-26,1

28,1

27,7

22,8

31.10.00 bis 31.10.01

-87,2

-44,0

-67,3

-35,6

-77,8

-16,9

31.10.01 bis 31.10.02

-35,1

42,5

36,4

-30,8

-58,2

-23,8

31.10.02 bis 31.10.03

117,9

283,6

51,7

16,0

29,0

39,7