Die Dividendenstrategie

Grundlagen: Die Strategie fußt auf der Dividendenrendite. Sie ergibt sich, indem die zuletzt gezahlte Dividende durch den aktuellen Aktienkurs geteilt wird. Die Dividendenrendite lässt sich mit dem Kupon eines festverzinslichen Wertpapiers vergleichen. Bei einem niedrigen Zinsni­veau wirft manche Aktie mit hoher Dividendenrendite ähnlich viel ab wie eine Bundesanleihe mit 10-jähriger Laufzeit.

Die Idee: Der Anleger wählt die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite. Die reine Kursentwicklung verliert bei ihnen dank der hohen Ausschüttung etwas an Bedeutung. Zudem ist anzunehmen, dass Firmen, die über viele Jahre gleich bleibend hohe oder steigende Dividenden ausschütten, ein solides Fundament haben.

Chance: Die Dividendenstrategie hat sich in schlechten Börsenphasen bewährt. Vor allem im Katastrophenjahr 2002 erzielte sie ein hervorragendes Ergebnis. Insgesamt hatte sie unter allen untersuchten Strategien die geringsten Wertschwankungen.

Risiko: Wenn die Märkte boomen, fristen dividendenstarke Aktien oft ein Schattendasein. Die Dividendenstrategie bringt dann unterdurchschnittliche Ergebnisse. Zudem gibt es auch unter den vermeintlich dividendenstarken Firmen ab und zu Pleitekandidaten. Dann entfällt die Dividende und der Aktienkurs rutscht in den Keller.

Aktien aus den Indizes am 28. November: K+S, Norddeutsche Affinerie, Zapf Creation.

Dividendenstrategie
im Zeitraum ...

Wertentwicklung in % bei Depotanpassung ...

Zum Vergleich

monatlich

halbjährlich

jährlich

Dax 30

Tec Dax

MDax

31.10.98 bis 31.10.99

-14,3

-27,2

-16,1

18,3

44,2

4,7

31.10.99 bis 31.10.00

22,8

5,7

-0,4

28,1

27,7

22,8

31.10.00 bis 31.10.01

-10,9

-14,3

-14,3

-35,6

-77,8

-16,9

31.10.01 bis 31.10.02

9,3

20,3

48,4

-30,8

-58,2

-23,8

31.10.02 bis 31.10.03

18,5

12,5

53,1

16,0

29,0

39,7