Umkehrstrategie

Aktienstrategien Meldung

Stada schaffte die Trendwende -aber erst im zweiten Anlauf.

Der größte Flop unter den getesteten Strategien war die Umkehrstrategie. Die Idee, die drei im Vormonat am stärksten gefallenen Aktien zu kaufen und von einer prompten Kurserholung zu profitieren, ging nicht auf.

Selbst bei der aussichtsreichen Aktie der Arzneimittelfirma Stada, die sogar zweimal im Umkehrdepot landete, ging die Rechnung nur teilweise auf. Anleger, die Stada bereits Ende Februar 2004 nach dem ersten Absturz kauften, verbrannten sich die Finger.

Erst in den Monaten nach dem zweiten Kursrutsch im Juni ging es wieder steil bergauf. Wer es schaffte, zum niedrigsten Monatsschlusskurs einzusteigen, konnte bis zum Jahresende mit der Stada-Aktie etwa 30 Prozent verdienen.

Stärken: Während unseres Tests waren keine Stärken der Strategie erkennbar.

Schwächen: Bei den Absturzkandidaten handelte es sich oft um Firmen mit akuten wirtschaftlichen Problemen. Die Spekulation auf eine Besserung der Situation und eine Umkehr des Aktienkurses ist in diesen Fällen allenfalls als Langfristidee tragfähig. Außerdem erhöhten die vielen Wechsel im Depot die Kosten.

Verbesserungsidee: Bei dieser Strategie ist es besonders wichtig, auf solide Aktien mit geringem Pleiterisiko zu setzen. Deshalb kommen ab sofort nur noch Dax-Werte ins Depot. Die Auswahl orientiert sich nicht mehr am Verlust auf Monatsbasis, sondern am Verlust auf Jahressicht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1902 Nutzer finden das hilfreich.