Ob Axel Springer, Intershop, Gold-Zack oder die Allianz ­ immer mehr deutsche Unternehmen planen einen Aktiensplit an der Börse. SAP hat den Split gerade hinter sich gebracht und eine Aktie in drei getauscht. Entsprechend hat sich der Preis der Aktie gedrittelt. Die Aktionäre werden mit dem Split also nicht automatisch reicher. Allerdings verleiht in vielen Fällen eine solche Stückelung der Aktien den Kursen einen kräftigen Schub ­ und zwar sowohl bei der Ankündigung als auch beim Vollzug des Splits.

Kleinaktionäre sind von Aktiensplits zumeist begeistert, weil sie sich dann Aktien von Unternehmen kaufen können, die sie sich vorher kaum leisten konnten. So bewegt sich der Kurs bei Springer-Aktien um 1.100 Euro, bei der Nürnberger Beteiligungs AG um 900 Euro ­ durch die geplanten Splits im Verhältnis 1 : 10 werden die Aktien auch für Kleinanleger wieder erschwinglich.

In nächster Zeit stehen viele weitere Aktiensplits an. Neben Dax- und Smax-Werten wie MLP, Stada Arzneimittel und Tecis sind es vor allem Aktien des Neuen Marktes wie Brainpool TV, Endemann, Plambeck Neue Energien oder Tomorrow Internet, deren Kurs bald durch einen Aktiensplit sinken wird.

Eine aktuelle Übersicht über beschlossene und geplante Aktiensplits finden Interessenten als "Splitkalender"auf der Seite www.boerse.de

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