Aktien­split bei Google Steuerfalle für Anleger

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Aktien­split bei Google - Steuerfalle für Anleger

Im Regelfall sind Aktien­splits für Anleger unpro­blematisch. Der Unter­nehmens­wert verteilt sich anschließend einfach auf eine größere Zahl von Anteils­scheinen. Nicht so beim kürzlichen Split von Google. Da die neu ausgegebenen Aktien eine andere Kenn­nummer haben, wurden sie als Sach­ausschüttung behandelt und mit Abgeltung­steuer belegt. Besonders schmerzlich ist das für Anleger, die Google-Aktien vor 2009 gekauft hatten und keine Abgeltung­steuer auf Kurs­gewinne zahlen müssten.

Tipp: Die steuerrecht­liche Behand­lung des Splits ist umstritten. Betroffene Anleger sollten im Rahmen ihrer Steuererklärung dem Steuer­abzug wider­sprechen und eine Erstattung des abge­zogenen Betrags verlangen.

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stheibel am 22.05.2014 um 14:44 Uhr
Textvorlage für Einspruch

ICh habe einen Einspruch vorformuliert, den Sie innerhalb von 4 Wochen nach der Steuermeldung beim Finanzamt Ihrer Bank abgeben sollten. Parallel würde ich diesen Einspruch auch bei Ihrem eigenen Finanzamt einreichen. Hier mein entsprechender Artikel:
http://www.aktien-meldungen.de/Nachrichten/a-m-Meldungen/Google-Aktiensplit-Vorlage-fuer-Einspruch-gegen-Besteuerung-8387834
--> Ich wünsche viel Erfolg

Duensing am 14.05.2014 um 15:44 Uhr
Deutsche Steuern auf Stimmrechtsbenachteiligung?

Der Google-Aktiensplit hatte den Sinn und Zweck, den Google-Gründern
ihre Stimmen-Vorrechtsstellung dauerhaft zu sichern. Deshalb wurden
zu den bisherigen stimmberechtigten in gleicher Zahl stimrechtslose
Aktien hinzugesplittet, also Split-Verhältnis ganz normal 1 : 1. Die
einzige Besonderheit besteht im unterschiedlichen Stimmrecht der
Aktien. Weil der Split auf stimmberechtigte und stimmrechtslose Aktien
hinauslief, war selbstverständlich zwecks Unterscheidung der Aktien
eine neue Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) nötig. Diese bloße Formalität
ändert aber gar nichts am Split-Charakter. Wie alle anderen haben auch
die dt. Google-Aktionäre aus der Google-Transaktion keinerlei Früchte
aus Kapital gehabt, im Gegenteil Stimmrechtslosigkeit auf die Hälfte
ihres Kapitalwerts negativ "geerntet". Klar war dieser für gewöhnliche Google-Aktionäre negative Sachverhalt in den USA steuerfrei. Aber in Deutschland wird rumgetrickst, um dt. Google-Aktionären unsachgemäß
Steuern aus der Tasche