Über 90 Prozent ist der Kurs der Depfa-Bank im vergangenen Monat gefallen. Dennoch haben Besitzer der im MDax notierten Aktie keinen Grund zur Trauer. Der vermeintliche Kursrutsch ist das Ergebnis eines Aktiensplits im Mai. Seitdem haben Depfa-Aktionäre genau zehnmal so viele Papiere im Depot wie zuvor. Da sich gleichzeitig der Wert jeder einzelnen Aktie gezehntelt hat, hat sich für sie – von den normalen Kursschwankungen abgesehen – nichts verändert.

Aktiensplits sind ein beliebtes Instrument, um ein Wertpapier auch für Kleinanleger erschwinglich zu halten. Im Gegensatz zu Kapitalerhöhungen beeinflussen sie nicht den Börsenwert des Unternehmens. Die Depfa-Bank ist also nach dem Split nicht mehr oder weniger wert als vorher.

Langjährige Depfa-Aktionäre haben schon ganz andere Veränderungen hinter sich. So war die ursprüngliche Deutsche Pfandbriefbank AG erst 2001 in die heutige Depfa- und die Aareal Bank getrennt worden. Altaktionäre waren danach an zwei Banken beteiligt, von denen eine in der Staatsfinanzierung (Depfa), die andere im Immobiliengeschäft (Aareal) tätig ist.

Beide Firmen waren zunächst in keinem Index vertreten, bevor sie in den MDax aufrückten. Im vergangenen Jahr machten beide Aktien durch ihre vorzügliche Wertentwicklung auf sich aufmerksam.

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